Tonbandmitschnitt des Vereinigungsparteitages von KPD und SPD zur SED
Der Tonbandmitschnitt (TONY 1/1468) des Vereinigungsparteitags von KPD und SPD zur SED liegt digital vor und kann online angehört werden.
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Walter Ulbricht (r.) mit neuer Fahne der Sozialistischen Einheitspartei (SED), Quelle: BArch, B 145 Bild-D00011333 / Puck-Archiv
Am 21. und 22. April 1946 fand im Berliner Admiralspalast der Gründungsparteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) statt. Unter dem Druck der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) schlossen sich KPD und Teile der SPD zur neuen Einheitspartei in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) zusammen.
Die SMAD erlaubte mit dem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 die Tätigkeit von antifaschistischen Parteien innerhalb der SBZ. Ab Herbst 1945 verfolgte die KPD mit Unterstützung der Sowjetunion den Zusammenschluss mit der SPD zu einer vereinigten Arbeiterpartei. Innerhalb der SPD gab es geteilte Meinungen hinsichtlich der Frage einer schnellen Vereinigung. Sowjetische Kommandanten übten dabei erheblichen Druck auf Sozialdemokraten aus, um diese zur Zustimmung für eine sozialistische Einheitspartei zu bewegen. So konnte auch die Urabstimmung der SPD über die Frage des Zusammenschlusses am 31. März 1945 nur in West-Berlin stattfinden, da die SMAD diese im Ostteil der Stadt nicht genehmigte. Die SPD-Führung willigte letztlich in den Zusammenschluss mit der KPD ein.
Am 21. und 22. April 1946 fand im Berliner Admiralspalast der Vereinigungsparteitag von KPD und SPD zur SED statt. Mit einem symbolträchtigen Händedruck besiegelten der Sozialdemokrat Otto Grotewohl und der Kommunist Wilhelm Pieck die Vereinigung beider Arbeiterparteien für die Sowjetische Besatzungszone. Dieser auch im Emblem der SED abgebildete Händedruck sollte Ausdruck für das Ende des „Bruderkampfes“ und der historischen Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung sein. Die SED entwickelte sich – unter sowjetischem Einfluss – zur Staatspartei der 1949 gegründeten DDR.
Innerhalb Berlins einigten sich die vier Besatzungsmächte im Mai 1946 darauf, sowohl die SED als auch die SPD als Parteien zuzulassen. Die SPD blieb somit als eigenständige Partei in Ost-Berlin bis zum Mauerbau 1961 bestehen. Sowjetunion und SED schränkten sie durch Repressionen aber stark in ihrer Arbeit ein.

Der Tonbandmitschnitt (TONY 1/1468) des Vereinigungsparteitags von KPD und SPD zur SED liegt digital vor und kann online angehört werden.
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