Direkt zum Seiteninhalt springen
Schaulaufen der Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Sonja Henie (1932/33 ca.)

Schaulaufen der Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Sonja Henie (1932/33 ca.), Quelle: BArch, Bild_102-15356 / Pahl, Georg

Olympiasieg Sonja Henies im Eiskunstlauf 1936 in Garmisch-Partenkirchen

Die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie gewann nach ihrem Sieg bei den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen bei drei aufeinanderfolgenden Spielen eine olympische Goldmedaille. Bis heute ist sie die einzige Sportlerin in dieser Disziplin, der das gelang.

  • Schaulaufen der Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Sonja Henie (1932/33 ca.)
    Sonja Henie bei einem Schaulaufen in den USA, 1932/33
  • Zeichnung des Eiskunstlaufstadion in Garmisch-Partenkirchen mit Blick von der Haupttribüne auf das Gebirgspanorama, aus der Kostenaufstellung für das Stadion von 1934
    Zeichnung des Eiskunstlaufstadions in Garmisch-Partenkirchen mit Blick von der Haupttribüne auf das Gebirgspanorama, aus der Kostenaufstellung für das Stadion von 1934
  • Die Eiskunstläufern Sonja Henie in Berlin (März 1930)
    Porträt Sonja Henies in Berlin (1930)

Eine der herausragenden Sportlerinnen der Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen war die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie. Am 11. Februar 1936 gewann sie die Goldmedaille, nachdem sie bereits bei den beiden vorherigen Winterspielen in St. Moritz (1928) und Lake Placid (1932) Gold im Eiskunstlauf geholt hatte. Bis heute ist sie die einzige Sportlerin, der in dieser Disziplin drei aufeinanderfolgende Olympiasiege gelangen.

Nach den Winterspielen ging sie mit Eisrevuen auf Tournee und begann eine Schauspielkarriere in Hollywood. Zugleich stand sie seit 1936 wiederholt in Kontakt mit Vertretern des NS-Regimes: Adolf Hitler empfing sie in seinem Berghof auf dem Obersalzberg und überreichte ihr ein signiertes Foto von sich. Propagandaminister Joseph Goebbels traf sie bei der Premiere ihres Films „Die Eisprinzessin“ in Berlin. Im Jahr 1941 nahm Henie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an.

Das Olympiajahr 1936: Eine Chronologie

1936 blickte die Welt nach Deutschland: Vom 6. bis 16. Februar war Garmisch-Partenkirchen Austragungsort der Olympischen Winterspiele; die Sommerspiele richtete die Reichshauptstadt Berlin vom 1. bis 16. August aus. Das nationalsozialistische Regime erkannte die Möglichkeiten, die das Großereignis für seine Propaganda bot: Der deutsche NS-Staat konnte sich auf der Weltbühne als friedliebende Nation präsentieren – obwohl er Jüdinnen, Juden und Andersdenkende verfolgte, die ersten Konzentrationslager errichtete und heimlich für einen Krieg aufrüstete.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Chronologie zum Olympiajahr 1936. Darin finden Sie zahlreiche Beiträge zum Verlauf der Olympischen Winter- und Sommerspiele 1936 sowie zu weiteren Ereignissen des Jahres 1936 mit einer Auswahl an Archivgut aus dem Bundesarchiv.

  • Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen in Anwesenheit von Adolf Hitler
    Themenseite

    Olympia 1936 im nationalsozialistischen Deutschland

    1936 fanden die Olympischen Winter- und Sommerspiele in Deutschland statt – und damit das größte Sportereignis der Welt. Die Nationalsozialisten nutzten es für ihre Propaganda. Zum 90. Jahrestag der Spiele präsentiert das Bundesarchiv Archivalien aus dem Olympiajahr 1936.