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Schwarz-Weiß-Aufnahme mit drei uniformierten Männern, die auf einem gepflasterten Gehweg entlanggehen

Erwin Rommel (Mitte), Kommandant des Führerhauptquartiers (1939-1940), Quelle: BArch, MSg 2/5876

Der Kommandant Führerhauptquartier

Zwischen 1939 und 1945 entstanden nahezu 20 verbunkerte Führerhauptquartiere (FHQ), 1945 befanden sich weitere Vorhaben im Bau.

  • Es handelt sich um eine Schwarz-Weiß-Aufnahme des Führersonderzuges, der in einem Bahnhof steht. Aus einigen Fenstern schauen Personen heraus. Auf dem Bahnsteig stehen in größeren Abständen uniformierte Männer, von denen einer salutiert.
    Einsatz des Führersonderzuges
  • maschinengeschriebener Text und händische Unterschrift Erwin Rommels auf beschädigtem Papier
    Bekanntmachung vom 1. September 1939
  • Schwarz-Weiß-Aufnahme mit drei uniformierten Männern, die auf einem gepflasterten Gehweg entlanggehen
    Kommandant Führerhauptquartier Erwin Rommel
  • ganzseitiges maschinentextliches Dokument mit Tabelle
    Kasino-Hotel Zoppot
  • Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Zuges, der inmitten einer hügeligen, bewaldeten Landschaft über eine Talbrücke fährt
    Der Führersonderzug in Mönichkirchen
  • maschinengeschriebenes Dokument mit Tabelle in der Blattmitte
    Geburtstag Hitlers in Mönichkirchen (Seite 1)
  • maschinengeschriebenes Dokument mit Verteiler und händischer Unterschrift
    Geburtstag Hitlers in Mönichkirchen (Seite 2)
  • Es handelt sich um eine Schwarz-Weiß-Aufnahme von vier Herren in Uniformen, die miteinander reden. Im Hintergrund sind viele weitere uniformierte Männer sowie ein mit Bäumen bewachsener Hang und ein großes Gebäude zu sehen.
    Gratulanten in Mönichkirchen
  • Schwarz-Weiß-Porträtfoto von Kurt Thomas vor einem Gebäude, gekleidet in Uniform
    Kommandant Führerhauptquartier Kurt Thomas
  • Auf dem Schwarz-Weiß-Foto ist ein Soldat zu sehen, der mit dem Rücken zum Fotografen auf einem mit Bäumen, Sträuchern und Gras bewachsenen Hügel steht und in die Richtung einer Feldlandschaft blickt. Auf einem der Hügel in der Ferne sind Zäune und Gebäude zu erkennen.
    „Felsennest“
  • Im Vordergrund des Schwarz-Weiß-Bildes ist die Rückansicht eines uniformierten und mit einem Gewehr bewaffneten Soldaten zu sehen. Der Soldat steht auf einem von Bäumen gesäumten Sandweg und blickt in die Richtung einer Personengruppe, die sich auf ihn zu bewegt.
    „Wolfsschanze“
  • gedruckter Plan mit Legende und handschriftlich mit rotem und blauem Stift ergänzten Linienverläufen und Ziffern
    Aufbau der „Wolfsschanze“
  • handskizzierter Plan mit beschrifteten Straßen, Gebäuden, Fahrzeugpositionen und einer Legende
    Beisetzung von Fritz Todt
  • Schwarz-Weiß-Aufnahme eines großen Gebäudes und eines Turms auf einer mit Bäumen bewachsenen Anhöhe
    „Adlerhorst“
  • Geländeplan mit eingezeichneten und beschrifteten Wegen und Gebäuden
    Aufbau von „Adlerhorst“
  • ganzseitiges maschinengeschriebenes Dokument mit händisch unterstrichenen und markierten Passagen
    Führerhauptquartiere „Riese“ und Berchtesgaden
  • maschinengeschriebenes Dokument mit markierter Textpassage und händischer Unterschrift
    Führerhauptquartiere im mitteldeutschen Raum und in Zossen
  • Schwarz-Weiß-Porträtfoto von Gustav Streve in Uniform mit mehreren Orden und Abzeichen
    (Lager)Kommandant Führerhauptquartier Gustav Streve
  • maschinengeschriebene Aufstellung von Namen, die jeweils Autos einer Kolonne zugewiesen sind
    Führerkolonne
  • maschinengeschriebenes Dokument mit tabellenähnlicher Aufstellung unter drittelseitigem Text
    Führerbegleitbataillon
  • maschinengeschriebenes ganzseitiges Dokument mit der Überschrift "Marschbefehl Nr. 1." und unterstrichenen Passagen
    Sicherheit auf Reisen
  • Schwarz-Weiß-Porträtaufnahme von Otto-Ernst Remer in Uniform, die mit einigen Orden und Abzeichen behangen ist; Kopf und Blick sind nach rechts gewandt
    Kampfkommandant Otto-Ernst Remer
  • Die Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt sieben uniformierte Männer, die auf einem Bahnsteig an einer Kompanie von mit Gewehren bewaffneten Soldaten entlanggehen. Voran geht Adolf Hitler. Im Hintergrund hängen mehrere große Banner mit Hakenkreuz-Symbol vom Bahnhofsdach herunter.
    Hitler mit Ehrenkompanie

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges bestanden noch keine festen Führerhauptquartiere (FHQ). Zunächst besichtigte Hitler die Kriegsschauplätze des Polen- und Jugoslawienfeldzuges mit dem Führersonderzug oder mit dem Flugzeug. Erst seit Mai 1940 entschied sich Hitler – zunächst im „Felsennest“ – für ein festes Führerhauptquartier.

Die wichtigsten Sonderzüge waren:

Bezeichnung (Folgebezeichnung)

Funktion

„Afrika“ („Braunschweig“)

Führungszug des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht

„Amerika“ („Brandenburg I“ + „Brandenburg II“)

Führungszug Hitlers

„Asien“ („Pommern“)

Sonderzug Görings

„Atlantik“ („Auerhahn“)

Befehlszug des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine

„Atlas“ („Franken“)

Befehlszug des Wehrmachtführungsstabes

„Enzian“

Führungszug des Chefs des Nachrichtenwesens der Luftwaffe

„Frühlingssturm“

„Sonderzug“; bewegliches Führerhauptquartier bei Mönichkirchen, Wiener Neustadt

„Ostpreußen“

Sonderzug 4 des Oberkommandos des Heeres

„Robinson 1“

Führungszug des Chefs Führungsstab Luftwaffe

„Robinson 2“

Führungszug des Chefs des Generalstabes der Luftwaffe

„Württemberg“

Sonderzug des Generalstabs des Heeres

Der Kommandant des Führerhauptquartiers war nicht nur für die Sicherheit während der Fahrten Hitlers mit den Sonderzügen, sondern auch in den festen Führerhauptquartieren zuständig. Neben der Einteilung in Sicherheits- oder Sperrzonen gehörte die Organisation des Wachpersonals zu seinen Aufgaben.

Weiterhin zählte die Besichtigung potenzieller Standorte für neue Hauptquartiere zu seinen Pflichten. Diese fand in der Regel in enger Zusammenarbeit mit der Organisation Todt, die die Bauvorhaben umsetzte, statt.

Die für Hitler errichteten Führerhauptquartiere wurden nicht alle von ihm selbst genutzt. In „Wiesental“, einem Teilobjekt von „Adlerhorst“, verbrachte er lediglich die letzten Tage, ehe er ab 16. Januar 1945 den Bunker der Reichskanzlei in Berlin bezog.

Den größten Teil seiner Zeit in Führerhauptquartieren hielt sich Hitler in der „Wolfsschanze“ in Ostpreußen auf. Mit dem Bau wurde am 1. Dezember 1940 begonnen.

Die wichtigsten Führerhauptquartiere waren:

Name

Lage

„Wolfsschanze“

Forst Görlitz bei Rastenburg

„Felsennest“

Rodert bei Bad Münstereifel

„Wolfsschlucht I“

Brûly-de-Pesche (Belgien)

„Wolfsschlucht II“

Margival bei Soissons (Frankreich)

„Tannenberg“

Kniebis (Schwarzwald)

„We(h)rwolf“ („Eichenhain“)

Winniza (Ukraine)

„Wiesental“ (Teilobjekt von Adlerhorst)

Ziegenberg (Bad Nauheim)

„Anlage Süd“

Krosno (Polen)

„Adlerhorst“

Ziegenberg (Bad Nauheim)

„Waldwiese“

Glan-Münchweiler (Pfalz)

„Askania Mitte“ („Anlage Mitte“)

östlich von Łódź (Litzmannstadt)

„Askania Süd“ („Anlage Süd“)

Strzyżów und Stępina-Cieszyna bei Krosno

„Bärenhöhle“

Smolensk

„Hagen“ („Siegfried“)

Pullach bei München

„Wasserburg“

Pleskau

Um die Sicherheit Hitlers zu gewährleisten, unterstand dem Kommandanten Führerhauptquartier u. a. das Führerbegleitbataillon. Dieses sorgte nicht nur für die Sicherung der Eisenbahnstrecken, auf denen sich die Sonderzüge bewegten, sondern auch der festen Quartiere. Dem Begleitbataillon waren sog. „Frontgruppen“ unterstellt, die den Namen des jeweiligen kommandierenden Hauptmanns trugen und später in Kampfgruppen umbenannt wurden. Diese waren:

  • Frontgruppe Freiherr von Blomberg
  • Frontgruppe Spengemann
  • Frontgruppe Bertram
  • Frontgruppe Nähring

 

Ein Galeriebeitrag von:

Antje Märke und Benjamin Köckritz