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Aufnahme einer Filmszene mit Carl Froelich rechts an der Kamera.

Oskar Messter an der Sprechmaschine während der Dreharbeiten zu „Regimentstochter“, Quelle: BArch, N 1275 Bild-184 / o. Ang.

Oskar Messter – Begründer der deutschen Kino- und Filmindustrie

Das 1895 aufkommende neue Medium Film – zu dieser Zeit noch eine, als lebende Photographien bezeichnete Jahrmarkts- und Varietéattraktion – weckte rasch das Interesse von Oskar Messter. 1896 verkaufte er seinen ersten Kinoprojektor mit Malteserkreuzschaltung und 1903 führte Messter seine ersten Tonbilder vor.

  • Porträt von Oskar Messter
    Oskar Messter (21.11.1866 – 06.12.1943)
  • Spezialkatalog No. 32 als Firmenkatalog der Ed. Messter AG
    Spezialkatalog No. 32
  • Seite des Geschäftsbuches mit dem Verkauf des ersten deutschen Kinoprojektors
    Verkauf des ersten deutschen Kinoprojektors, 1896
  • Werbekarte für den Kinetograph-Messter. In der Mitte befindet sich ein Filmpositiv mit den Titeln "Clown Jigg" und "Diana im Bade". Geworben wurde für diese technische Neuheit mit dem Hinweis: "Zur Vorführung eines Bildes in Lebensgrösse gehören über 1000 Bildchen dieser Art."
    Lebende Photographien
  • Handschriftliche Filmbeschreibung einer Aufnahme mit Kaiser Wilhelm II.
    Seine Majestät der Kaiser - erster deutscher Kinostar
  • Programmblatt der Messter-Woche
    Messter-Woche
  • Logo der Messter-Film GmbH. Das Logo zeigt eine Erdkugel, die von einer Filmrolle gedreht wird.
    Messters Schutzmarke
  • Postkartenbericht an Oskar Messter zur Orientreise des Kaisers. Der Text wurde an den Rand geschrieben, die Mitte der Postkarte zeigen mehrere gemalte Monumente aus dem Orient.
    Orient Reise Kaiser Wilhelm II.
  • Foto eines Kinos, über dem der Schriftzug  „Messters-Kriegs-Kino" angebracht ist, 1916
    Messters-Kriegs-Kino
  • Kontaktabzug eines Films mit Felix Weingartner
    Kontaktabzug eines Films mit Felix Weingartner
  • Doppelbild von Messter und einer Menschenmenge in einem Heißluftballon am Boden.
    Luftschiffer Messter
  • Eingang des  Biophon-Theater während der Welt-Ausstellung St. Louis 1904
    Vom Biophon zum modernen Tonfilm
  • Aufnahme einer Filmszene mit Carl Froelich rechts an der Kamera.
    Tonbilder
  • Gößere Ansicht einer Kine-Messter-Kamera aus dem Jahre 1900 mit auswechselbaren Metallkassetten für 30 m Film.
    Kine-Messter-Kamera
  • Aufnahme des Blüthner-Orchesters für einen sog. Dirigentenfilm im Messter Atelier Berlin, Blücherstrasse. Am Dirigentenpult steht Generalmusikdirektor Ernst von Schuch (1846 - 1914), links daneben der junge Dirigent und Komponist Guiseppe Becce.
    Meisterdirigentenfilme
  • Porträt von Henny Porten und Oskar Messter in Abendkleidung während des Internationalen Filmkongresses 1935.
    Henny Porten und Oskar Messter
  • Bild einer geöffneten sog. Maschinengewehrkamera.
    Maschinengewehrkamera
  • Handgeschriebener Brief von Otto Reuter an Messter mit Bitte um Entschuldigung.
    Entschuldigung Otto Reuters
  • Porträt von Oskar Messter in Leutnants-Uniform
    Leutnant Messter
  • Katalogbild des Filmapparates "Panzer-Kino".
    Messters Panzer-Kino
  • Querschnitt einer Farbfilmkamera.
    Farbfilm
  • Zensurkarte mit den Angaben zum Film „Als man anfing zu filmen“.
    „Als man anfing zu fimen“
  • Guido Seeber in einem Fotoatelier während der Arbeit an der Filmtrockentrommel und an der Kamera
    Guido Seeber
  • Oskar Messter Arm in Arm mit Henny Porten und Leutnant von Rosen von der Feldfliegerabt 40 zu Besuch bei den Dreharbeiten zu „Auf der Alm, da gibt
    „Auf der Alm da gibt's koa Sünd“
  • Oskar und Antonie Messter in einer Porträtaufnahme vor einer Berglandschaft mit Schnee.
    Privatier Messter
  •  Drehpause neben einer Almhütte während der Meraner Aufnahmen zu "Tirol in Waffen", von Carl Froelich, dahinter Rudolf Biebrach als Andreas Hofer
    Carl Froelich
  • Porträtaufnahme von Oskar Messter an einer Filmkamera
    Mein Weg mit dem Film
  • Abbild eines Messterphon
    Messterphon
  • Die Grafik zeigt den Umsatz der Messter-Firmen im Lichtspielhaus Mozartsaal zwischen 1917/1918.
    Umsatzgrafik der Messter-Firmen
  •  Luftbildmessung im Ersten Weltkrieg. Abgebildet ist ein sogenanntes Reihenbild
    Reihenbildner - Experimente mit Luftaufnahmen
  • Gedenktafel an einer Hauswand für Max Skladanowsky
    Skladanowsky-Streit

Als zweites Kind der Eheleute Marie und Eduard Messter am 21. November 1866 in Berlin geboren, trat Oskar Messter nach seiner Ausbildung zum Optiker und Mechaniker in die Firma seines Vaters ein. Dieser betrieb eine Werkstatt für optische und medizinische Geräte. Das 1895 aufkommende neue Medium Film – zu dieser Zeit noch eine als lebende Photographien bezeichnete Jahrmarkts- und Varieté-Attraktion – weckte rasch das Interesse des Technikers. Die zu jener Zeit bekannten Projektoren wurden jedoch, so wie der französische Apparat von Lumiére, entweder geheimgehalten, oder sie waren aufgrund ihrer Konstruktion von der Überführung in eine serienmäßige Produktion noch weit entfernt, wie beispielsweise der Doppelprojektor des Berliners Max Skladanowsky.

Dieser Tatsache begegnete Messter mit eigenen Entwicklungen. 1896 verkaufte er seinen ersten Kinoprojektor mit Malteserkreuzschaltung. Im gleichen Jahr eröffnete er das erste deutsche Kunstlichtatelier für Filmaufnahmen in der Friedrichstraße in Berlin und übernahm das Theater Unter den Linden 21 als Kino. 1903 führte Messter seine ersten Tonbilder vor. Im Ersten Weltkrieg diente er als Filmreferent. Zu seinen Aufgaben gehörte in dieser Zeit die Zensur von Photographie und Kinematographie.

Unter dem Namen Messter-Woche wurde eine der bekanntesten deutschen Kriegswochenschauen produziert. Während des Krieges entwickelte Messter darüber hinaus automatische Filmkameras für Luftbildaufnahmen. 1918 verkaufte Oskar Messter verschiedene seiner Filmgesellschaften an die Universum Film AG (UFA), in deren Aufsichtsrat er 1925 eintrat. 1928 gehörte er zu den Mitbegründern der Tonbildsyndikat AG (Tobis), der er bis 1930 angehörte.

Messter war darüber hinaus in zahlreichen Gremien und Vereinen tätig, beispielsweise im Deutschen Optikerverband, in der Deutschen Kinotechnischen Gesellschaft und der Spitzenorganisation der deutschen Filmindustrie. Von 1930 bis 1936 war er Beisitzer der Filmoberprüfstelle Berlin. Am 6. Dezember 1943 starb Oskar Messter kurze Zeit nach seinem 77. Geburtstag zurückgezogen in seinem Haus am Tegernsee in Bayern.

Babette Heusterberg

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