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Exponat der Dauerausstellung im Informations- und Dokumentationszentrum Frankfurt (Oder)

Exponat der Dauerausstellung im Informations- und Dokumentationszentrum Frankfurt (Oder), Quelle: BStU

Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Frankfurt (Oder)

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Freiheit für meine Akte

Im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagenarchiv Frankfurt (Oder) befindet auch sich das regionale Dokumentationszentrum für Brandenburg zum Wirken des Staatssicherheitsdienstes.

Auf 29 Ausstellungstafeln werden die Geschichte, Struktur und die Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit erläutert und in mehreren Vitrinen authentische Objekte aus der Hinterlassenschaft der Stasi präsentiert.
Die Ausstellung von 1994 legt dabei besonderes Augenmerk auf die Auswirkungen der Unterdrückungs- und Zersetzungsarbeit der Stasi auf das Leben der Betroffenen.

Zu sehen sind auch Kopien verschiedener Stasi-Akten – darunter die eines inoffiziellen Mitarbeiters, die Personalakte eines hauptamtlichen Mitarbeiters und die Akte eines Offiziers im besonderen Einsatz (OibE).

Durch sachliche Informationen wollen wir mithelfen, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Das Dokumentationszentrum ist ein Ort der Information, der Diskussion und des Lernens – quasi eine Geschichtsstunde vor Ort.

Die jungen Menschen, die das Dokumentationszentrum besuchen, sollen sich ein Bild über das Leben in der DDR machen. Sie können sich eine eigene Meinung bilden, unbeeinflusst von den Erwachsenen, von Elternhaus und Schule.

Exponat der Dauerausstellung im Informations- und Dokumentationszentrum Frankfurt (Oder)
Exponat in der Dauerausstellung: Präpariertes TelefonQuelle: Bundesarchiv

Täuschen und Vertuschen

Ausstellungsmodul mit Unterlagen und Gegenständen, die an der Grenze erschossenen Flüchtlinge bei sich trugen.
Ausstellungsmodul mit Unterlagen und Gegenständen, die an der Grenze erschossene Flüchtlinge bei sich trugenQuelle: Bundesarchiv

Im Foyer unseres Standortes befindet sich die Ausstellung „Täuschen und Vertuschen“.

Mindestens 136 Menschen verloren an der Berliner Mauer ihr Leben. Die meisten von ihnen wurden bei dem Versuch, aus der DDR zu fliehen, durch Grenzsoldaten der DDR getötet. Im Weltbild des SED-Regimes galten Flüchtende als Feinde, gegen die jedes Mittel
recht war.

Um Schaden für das Ansehen des SED-Staates zu vermeiden, verschleierte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) die Todesfälle so weit wie möglich. Sterbeurkunden wurden gefälscht, Fehlinformationen verbreitet, mancher Leichnam verschwand oder wurde namenlos bestattet.

Die Leidtragenden dieser Vertuschungsstrategie waren vor allem die Angehörigen der Maueropfer. Viele von ihnen erfuhren erst nach der deutschen Vereinigung aus den Stasi-Akten die Wahrheit über den Tod ihrer Nächsten.

Drei Ausstellungsmodule veranschaulichen mit Dokumenten und Exponaten das Bestreben der Staatssicherheit die versuchten Grenzdurchbrüche und ihr Scheitern zu verschleiern.

Service

Wir bieten sowohl Führungen im Dokumentationszentrum an, als auch Vorträge zu gewünschten Themen, Gespräche mit Betroffenen und Zeitzeugen sowie Videovorführungen. Nach Absprache können Projekttage im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder) durchgeführt werden.

Wir bitten Sie, Führungen vorab zu vereinbaren. Der Eintritt ist kostenfrei.

Öffnungszeiten

Täglich von 09:00–17:00 Uhr

Kontakt für Führungen

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder)

Fürstenwalder Poststraße 87
15234 Frankfurt

Telefon: 030 18 665-2400
Fax: 030 18665-2419
E-Mail: frankfurt.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de