Im Mai 1989 riefen Oppositionelle und Bürgerrechtler zum Protest gegen die Kommunalwahlen in der DDR auf. Sie konnten den staatlichen Wahlbetrug nachweisen.
Begünstigt durch die politischen Lockerungen in den benachbarten kommunistischen Ländern verließen Hunderttausende die DDR. Im ganzen Land kam es zu Massenprotesten, bei denen die Menschen Reformen und Reisefreiheit forderten. Staatssicherheit und Volkspolizei waren nicht im Stande, die Proteste länger zu unterdrücken.
Neue Reisebestimmungen sollten die Lage beruhigen. Doch als Günter Schabowski, Mitglied im Politbüro des Zentralkomitees der SED, am 9. November 1989 die neue Regelung bekannt gab, unterlief ihm ein schicksalhafter Fehler: Er verkündete irrtümlich, die Ausreise sei „ab sofort, unverzüglich“ ohne besondere Formalitäten möglich. Zehntausende strömten an die Grenzübergänge der Berliner Mauer. Niemand hatte die schwer bewaffneten Grenzposten informiert. Schließlich öffneten sie die Tore. Der Fall der Berliner Mauer war der Anfang vom Ende der DDR.



