Die Herrschaft Napoleons wurde mit großen Anstrengungen und großen Opfern beendet. Viele, die in den Befreiungskriegen gekämpft hatten, wollten jetzt mehr persönliche Freiheit und politische Teilhabe. Der Kampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft beflügelte zudem den Wunsch nach nationaler Einheit.
Auf dem Wiener Kongress (1814/15) wurde eine neue europäische Friedensordnung entworfen: 35 souveräne Fürstentümer und vier Freie Städte schlossen sich zum Deutschen Bund zusammen. Die Bundesakte vom 8. Juni 1815 erlaubte die Einführung von Verfassungen, die zwar in unterschiedlicher Weise Forderungen verankerten, vielen aber nicht weit genug gingen.
Unter Führung Österreichs wurde der Deutsche Bund zunehmend zum Werkzeug der Restauration. Das Wartburgfest 1817 und das Hambacher Fest 1832 waren Ausdruck der politischen Unzufriedenheit vieler Menschen.


