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Der Leiter der MfS-Bezirksverwaltung Suhl, Gerhard Lange (Bildmitte, weißes Hemd mit roter Krawatte), der KGB-Verbindungsoffizier Iwan Pawlowitsch Jewtodjew (halb verdeckt neben Lange stehend) und weitere MfS-Mitarbeiter prosten ehemaligen MfS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf einer „Veteranen-Veranstaltung“ zu.

Der Leiter der MfS-Bezirksverwaltung Suhl, Gerhard Lange (Bildmitte, weißes Hemd mit roter Krawatte), der KGB-Verbindungsoffizier Iwan Pawlowitsch Jewtodjew (halb verdeckt neben Lange stehend) und weitere MfS-Mitarbeiter prosten ehemaligen MfS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf einer „Veteranen-Veranstaltung“ zu. (ohne Datum, zweite Hälfte der 1980er Jahre).  , Quelle: BArchMfSBV Suhl, ZPL, Fo 2100

Vortrag und Führung

Alkohol und Alkoholmissbrauch im MfS

Zeit

29. Oktober 2026, 17:00 - 18:00 Uhr

Ort

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
Telefon: 030 18665-4511
E-Mail: suhl.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Veranstalter

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
Telefon: 030 18665-4511
E-Mail: suhl.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Im Alkoholkonsum war die DDR spitze und nahm im weltweiten Pro-Kopf-Verbrauch einen der vordersten Plätze ein. Zwischen Rostock und Suhl wurde auf Weltniveau getrunken. Offiziell galt die DDR als abstinent, da sich übermäßiger Alkoholkonsum nicht im Einklang mit dem Marxismus-Leninismus bringen ließ. Im Alltag hatte sich aber eine Trinkkultur entwickelt, die sich gegenüber staatlichen Präventionskampagnen behauptete. Auch im Ministerium für Staatssicherheit (MfS) nahm Alkohol einen wichtigen Stellenwert ein, sei es beim Umtrunk mit den sowjetischen Genossen, beim Kasten Bier nach dem Dienstsport oder beim Wein auf der Frauentagsfeier. Die überlieferten Unterlagen belegen die zahlreichen negativen Auswirkungen des Alkoholmissbrauchs: Schlägereien, Fahren unter Alkohol, Verlust dienstlichen Schriftguts, "Schwatzhaftigkeit" oder Einschränkung der Einsatzbereitschaft aufgrund von Kuren und Krankenhausaufenthalten. Sascha Münzel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl) wird anhand ausgewählter Bilder und Fotos der MfS-Bezirksverwaltung Suhl das Thema vorstellen.

Bereits um 16:00 Uhr bietet eine Archivführung Einblicke in die Überlieferungen der Stasi im Bezirk Suhl. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie die Geheimpolizei mit Karteikarten arbeitete, warum sie die Post kontrollierte und wie das Archiv heute mit den Unterlagen umgeht.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Einsicht in die Stasi-Unterlagen zu stellen. Für die Antragstellung ist ein gültiges Personaldokument notwendig. 

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