Zeit
30. Juni 2026, 11:00 - 19:00 Uhr
Ort
Menschenrechtszentrum Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus
Veranstalter
Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder)
Fürstenwalder Poststraße 87
15234 Frankfurt (Oder)
Telefon: 030 18665-2400
E-Mail: cottbus.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Mitveranstalter
Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
11:00–17:00 Uhr: Bürgerberatung
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stasi-Unterlagen-Archivs beantworten unter anderem Fragen zu den Themen:
- Antragstellung (auch Wiederholungsanträge)
- Erläuterung zur Anonymisierung (Schwärzung)
- Antragstellung als nahe Angehörige von Verstorbenen
- Entschlüsselung der Decknamen von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM)
- Anträge für Forschung und Medien
Für Interessierte liegen Bildungsmaterialien und Dokumentenhefte bereit.
Bitte bringen Sie für die Antragstellung ein gültiges Personaldokument mit.
17:00–19:00 Uhr: Vortrag und Gespräch
Möbel, Fotoapparate, Damenstrumpfhosen, Fernseher, Schreibmaschinen: Stärker als bislang bekannt, bezogen westliche Unternehmen Produkte aus der DDR, die Gefangene fertigen mussten. Unter erschwerten Bedingungen arbeiteten dabei politische und kriminelle Häftlinge zusammen. Für harte Devisen konnte das SED-Regime in den 80er Jahren „Knastwaren“ im Wert von mindestens 200 Millionen D-Mark jährlich absetzen.
Dokumente der Staatssicherheit zeigen, dass einige Verantwortliche der Unternehmen vom Einsatz Gefangener wussten. Gleichzeitig war es Aufgabe der Geheimpolizei, das devisenträchtige Geschäft abzusichern und vor der Öffentlichkeit geheim zu halten.
Dr. Tobias Wunschik (Stasi-Unterlagen-Archiv) stellt in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus/Bundesarchiv-Außenstelle im Aufbau, einer ehemaligen Produktionsstätte von „Knastware“, seine Forschungsergebnisse vor.