Zeit
22. September 2026, 18:30 - 21:00 Uhr
Ort
Menschenrechtszentrum Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus
Veranstalter
Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus
Telefon: 0355 29 01 33 0
E-Mail: info@menschenrechtszentrum-cottbus.de
Mitveranstalter
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder)
Fürstenwalder Poststraße 87
15234 Frankfurt (Oder)
Telefon: 030 18665-2400
E-Mail: frankfurt.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Exhibeo e.V. - Gesellschaft für politische, kulturelle und historische Forschung und Bildung
Griebenowstraße 21
10435 Berlin
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung widmet sich einem weitgehend in Vergessenheit geratenen Kapitel der DDR-Geschichte: Die systematische Ausgrenzung, Disziplinierung und Kriminalisierung von Menschen, die als „asozial" galten. Wer nicht dem Idealbild des „sozialistischen Menschen" entsprach – etwa durch vermeintliche Arbeitsscheu, abweichenden Lebensstil oder die politische Haltung – wurde zum Staatsfeind erklärt. Medien, Behörden und Justiz prägten das Bild „asozialer Elemente" als Gefahr für Ordnung, Arbeitsproduktivität und kollektive Moral.
„Erziehung durch Arbeit" zeigt Fotos, Dokumente und filmische Zeitzeugen- und Experteninterviews, ergänzt um historisches Filmmaterial. Anhand der vierzehn Porträts kann den vielen Facetten der strafrechtlichen Verfolgung und Kriminalisierung nach Paragraf 249 und dessen Auswirkungen auf die weiteren Lebenswege nachgespürt werden. Darüber hinaus geht die Ausstellung auf die Vorläufer des Paragrafen 249 in Kaiserreich, Nationalsozialismus und der frühen DDR sowie Vorbilder in ČSSR und Sowjetunion ein. „Asoziale" in Propaganda und Medien werden ebenso beleuchtet wie Wege in die Haft, Haftbedingungen und das Leben „danach". Eine strafrechtliche Rehabilitierung und finanzielle Entschädigung wegen einer Verurteilung nach Paragraf 249 erhalten Betroffene bis heute nur im Einzelfall.
Eine Wanderausstellung von exhibeo e.V. – Gesellschaft für politische, kulturelle und historische Forschung und Bildung, realisiert in Kooperation mit der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. (UOKG) und mit Unterstützung der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur des Deutschen Bundestages. Die Eröffnungsveranstaltung und Präsentation der Ausstellung in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus wird gefördert durch die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD).