Zeit
01. Juli 2026, 17:00 Uhr
Ort
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Veranstalter
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Mitveranstalter
Gedenkort Lindenberg e.V.
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg und der Gedenkort Lindenberg e.V. bieten bis September 2026 jeweils am ersten Mittwoch des Monats eine Führung durch die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Stasi auf dem Neubrandenburger Lindenberg an.
Ab 16:00 Uhr und im Anschluss an die Führungen besteht ein Beratungsangebor zur Einsicht in die Stasi-Unterlagen. Eine Antragstellung ist direkt vor Ort möglich (gültiges Ausweisdokument erforderlich).
Thoralf Maaß, Vorsitzender des Vereins Gedenkort Lindenberg e.V., führt durch die Untersuchungshaftanstalt, in der er Ende der 1980er Jahre selbst von der DDR-Geheimpolizei gefangen gehalten wurde. Die Haftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit im DDR-Bezirk Neubrandenburg steht auf dem ehemaligen Stasi-Gelände in ihrer ursprünglichen Größe und ist damit ein sichtbares Zeugnis der Unterdrückungspraxis des SED-Staates. Die UHA war eine von 17 solcher Hafteinrichtungen der Stasi. Sie existierten parallel zu den offiziellen Gefängnissen der DDR. Das Regime verleugnete ihre Existenz, sie hatten keine gesetzliche Grundlage.
Eine Besonderheit der MfS-Untersuchungshaftanstalt des Bezirks Neubrandenburg bestand darin, neben politischen Häftlingen und mutmaßlichen Spionen auch systemnahe Deliquenten, also Militär-, Polizei- und Zollangehörige, aus der ganzen DDR zu inhaftieren. Auch für Disziplinarhaft und -strafen von MfS-Angehörigen war die U-Haftanstalt vorgesehen.
Der Gedenkort Lindenberg e.V. und das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg ermöglichen mit dem neuen Veranstaltungsformat die Aufklärung zum SED-Unrecht in Neubrandenburg, für die auch das Gebäude Anlass bietet.
Treffpunkt:
16:45 Uhr vor der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt auf dem Lindenberg, Neustrelitzer Straße 120 B
(Nach 17:00 Uhr ist kein Einlass mehr möglich)
ab 16:00 Uhr Bürgerberatung/Antragstellung
Dauer:
ca. 80 Minuten
Die Führung ist kostenfrei. Das Gelände ist nicht barrierefrei.