Zeit
25. Juli 2026, 14:30 Uhr
Ort
Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin
Görslow, Resthof
19067 Leezen
Telefon: 030 18665 -1400
Veranstalter
Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin
Görslow, Resthof
19067 Leezen
Telefon: 030 18665 -1400
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Wir geben bei unseren Führungen Einblick in die Arbeitsweisen und Überlieferungen der DDR-Geheimpolizei. Vorab können Sie Vorträge, Podiumsdiskussionen oder Zeitzeugengespräche zu Themen aus den Stasi-Akten besuchen. Zusätzlich ist der Antrag auf persönliche Einsicht in die Stasi-Unterlagen möglich. Bitte bringen Sie dafür ein gültiges Ausweisdokument mit.
Archivführung
Das Ministerium für Staatssicherheit sammelte massenhaft Daten, nicht nur in seiner Zentrale in Berlin, sondern auch in Archiven der Dienststellen in den DDR-Bezirksstädten. Das Schweriner Archiv verwahrt neben Akten, Karteikarten auch Fotos auch Objekte der DDR-Geheimpolizei. Insgesamt lagern hier etwa 2.370 laufende Meter an Unterlagen. Sie zeigen Aufbau, Arbeits- und Wirkungsweise der Staatssicherheit im ehemaligen Bezirk Schwerin, dokumentieren aber auch Geschichten von Zivilcourage und Widerstand.
Die Führungen starten im Anschluss an den Vortrag.
Buchvorstellung
Prostitution in der DDR (Teil II)
mit Dr. Steffi Brüning (Leiterin Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock)
Im zweiten Teil der Buchvorstellung "Prostitution in der DDR" widmet sich die Referentin Dr. Steffi Brüning ausgewählten Biografien. Nach einem historischen Überblick bei Samstags im Archiv 2025 werden nun konkrete Lebenswege und Schicksale von Frauen im Norden der DDR nachvollzogen. Wie funktionierte die Anwerbung und beabsichtigte "Nutzung" von Prostituierten als Inoffizielle Mitarbeiterinnen durch das Ministerium für Staatssicherheit in der Praxis? Sexuell freizügige Frauen und Prostituierte kamen unter anderem als "Honigfallen" zum Einsatz, die auf "operativ-interessante" Personen angesetzt wurden. Frauen, die anderen staatlichen Akteuren, der Polizei, den Abteilungen Innere Angelegenheiten oder Akteuren im Gesundheitswesen als sexuell freizügig auffielen, hatten wiederum Repressionen zu fürchten. Welche Strategien etablierten sie im autoritären Staat der DDR?