Direkt zum Seiteninhalt springen
Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei der ehemaligen Kreisdienststelle Schwerin

Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei der ehemaligen Kreisdienststelle Schwerin, Quelle: BStU

Vortrag und Gespräch

Samstag im Archiv

Die DDR im Blick der Stasi - Das Jahr 1954

Zeit

27. Juni 2026, 14:30 Uhr

Ort

Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin
Görslow, Resthof
19067 Leezen
Telefon: 030 18665 -1400

Veranstalter

Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin
Görslow, Resthof
19067 Leezen
Telefon: 030 18665 -1400

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Wir geben bei unseren Führungen Einblick in die Arbeitsweisen und Überlieferungen der DDR-Geheimpolizei. Vorab können Sie Vorträge, Podiumsdiskussionen oder Zeitzeugengespräche zu Themen aus den Stasi-Akten besuchen. Zusätzlich ist der Antrag auf persönliche Einsicht in die Stasi-Unterlagen möglich. Bitte bringen Sie dafür ein gültiges Ausweisdokument mit.

Archivführung

Das Ministerium für Staatssicherheit sammelte massenhaft Daten, nicht nur in seiner Zentrale in Berlin, sondern auch in Archiven der Dienststellen in den DDR-Bezirksstädten. Das Schweriner Archiv verwahrt neben Akten, Karteikarten auch Fotos auch Objekte der DDR-Geheimpolizei. Insgesamt lagern hier etwa 2.370 laufende Meter an Unterlagen. Sie zeigen Aufbau, Arbeits- und Wirkungsweise der Staatssicherheit im ehemaligen Bezirk Schwerin, dokumentieren aber auch Geschichten von Zivilcourage und Widerstand.

Die Führungen starten im Anschluss an den Vortrag.

Vortrag

Die DDR im Blick der Stasi - Das Jahr 1954

mit Dr. Martin Stief (Bundesarchiv − Stasi-Unterlagen-Archiv)

Im Jahr eins nach dem Volksaufstand war die Stimmung in der DDR weiter angespannt. Lebensmittelknappheit und Lieferengpässe prägten den Alltag. Mit Großveranstaltungen und vorsichtigen politischen und ökonomischen Lockerungen buhlte die SED um die Loyalität der Bevölkerung.

Zugleich überzog die Stasi auf der Suche nach Spionen und Agenten die DDR mit einer Verhaftungswelle und Schauprozessen. Diese sollten westliche Geheimdienste und Gegner im Lande einschüchtern.

Die Stasi fertigte fast täglich Berichte über die Lage im Land, in denen sich die verschiedenen Kampagnen und ihr Widerhall in der Bevölkerung spiegeln. Neben der Dokumentation der Stimmung im Innern zeichneten die Tagesrapporte auch ein schillerndes Bild des Geheimdienstkrieges in der DDR.

Verwandte Inhalte