Zeit
21. Oktober 2026, 20:00 Uhr
Ort
Latücht - Film- und Medien e.V.
Große Krauthöferstraße 16
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395 5666611
E-Mail: veranstaltungen@latuecht.de
Veranstalter
Mecklenburgische Literaturgesellschaft e.V.
Neutorstraße / Ringstraße 4
17033 Neubrandenburg
E-Mail: pegasus-mlg@gmx.de
Mitveranstalter
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Latücht - Film- und Medien e.V.
Große Krauthöferstraße 16
17033 Neubrandenburg
Telefon: 0395 5666611
E-Mail: veranstaltungen@latuecht.de
Der Vater, Gert Neumann, auf dem Weg zum Schriftsteller, wurde 1969 vom Studium am Literaturinstitut Leipzig exmatrikuliert, veröffentlichte Romane ohne Druckzulassung und wird von der Staatssicherheit überwacht. Sein Sohn, Aram Radomski, war politischer Häftling und filmte illegal Umweltzerstörung und die Leipziger Montagsdemonstrationen. Diese Bilder erreichten weltweit Millionen und große Aufmerksamkeit und gingen als „Bilder der Wende“ in die Geschichte ein. Vater und Sohn sind sich in ihrer widerständigen Haltung gleich, dennoch gibt es einen tiefen Graben zwischen ihnen. Im Film wird auch die Figur der Mutter und Großmutter Margarete Neumann in alten Fernsehinterviews, Stasi-Akten und privaten Briefen sichtbar - als linientreue Erfolgsautorin, als Frau mit verdrängter NS-Vergangenheit, als harte, zugleich tragische Mutter. Der Film macht erfahrbar, wie politische Systeme sich in Familienkörpern einschreiben und stellt gleichzeitig die Fragen: Wie hoch ist der Preis des Widerstands? Und: Lohnt es sich immer, die Widersprüche in Biografien auszuhalten?
Der Moderator Prof. Dr. Carsten Gansel (Justus-Liebig Universität Gießen) bringt mit dem Uwe-Johnson-Preisträger von 1999 Gert Neumann und seinem Sohn Aram Radomski zwei Generationen ins biografische Gespräch.
Begrüßung und Einführung: Michael Köllner (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg)
Grußwort: Götz Schauder (Regisseur)
Die Veranstaltung ist Teil des Programms zu den Uwe-Johnson-Tagen 2026 (14.09.–30.11.2026 in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern).
Der Film wurde gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Eintritt: 6 €
Reservierungen: pegasus-mlg@gmx.de