Zeit
23. April 2026, 17:00 Uhr
Ort
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Veranstalter
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Mit dem Ende der DDR vollzog sich ein radikaler Umbruch in der ostdeutschen Buchlandschaft. Innerhalb kürzester Zeit wurde das literarische Erbe fast vollständig abgewickelt: Unzählige Bücher landeten im Müll, Verlage wurden zu Schleuderpreisen verkauft und Bibliotheken mussten schließen. Viele Schriftsteller sahen sich zudem mit dem pauschalen Vorwurf der Systemnähe konfrontiert, was zu ihrer Verdrängung aus dem öffentlichen Diskurs führte. Das hatte Folgen, die bis in die Gegewart reichen.
Der Germanistik-Professer Dr. Carsten Gansel zeigt, inwieweit Literatur die Widersprüche der DDR-Gesellschaft authentisch erfasst hat. Er wirbt in seinem Buch für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen und fordert ein Gespräch zwischen Ost und West auf Augenhöhe. Der an der Justus-Liebig-Universität Gießen lehrende Carsten Gansel war im Westen über Jahrzehnte der einzige Ostdeutsche auf einer Professur für Deutsche Literatur.
Der Zugang zum Vortrag ist nicht barrierefrei. Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf auf persönliche Akteneinsicht zu stellen (gültiges Personaldokument erforderlich).