Zeit
23. Juli 2026, 19:00 Uhr
Ort
Ahnensaal des Residenzschlosses Rastatt (OG. barrierearm)
Herrenstraße 18 (Schloss)
76437 Rastatt
Telefon: 030 18665-1133
E-Mail: erinnerung@bundesarchiv.de
Veranstalter
Bundesarchiv Rastatt – Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
Herrenstraße 18 (Schloss)
76437 Rastatt
Telefon: 030 18665-1133
E-Mail: erinnerung@bundesarchiv.de
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Anlässlich der 16. Carl-Schurz-Vorlesung im Residenzschloss Rastatt fragt der diesjährige Redner in seinem Vortrag: „Wie wehrhaft ist die Demokratie?“. Peter Müller war von 2011 bis 2023 Richter des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.
Die freiheitliche Demokratie steht zunehmend unter Druck; Extremisten und Autokraten gewinnen an Boden. Wie kann dem begegnet werden? Wie kann die Demokratie sich gegen die Feinde der Freiheit schützen, ohne ihre eigenen Grundsätze zu verraten? Helfen Vereins- oder Parteiverbote? Welche sonstigen Instrumente dienen dem Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung? Der Vortrag beleuchtet diese Fragen sowohl aus verfassungsrechtlicher als auch aus verfassungspolitischer Sicht.
Mit der Carl-Schurz-Vorlesung erinnern die Stadt Rastatt, das Bundesarchiv, die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte sowie der Förderverein der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte an das Ende der Revolution von 1848/49. Im Sommer 1849 hatten sich Revolutionäre und Soldaten in der „Freiheitsfestung Rastatt“ verschanzt – bis sie am 23. Juli vor der preußischen Übermacht kapitulieren mussten. Carl Schurz, dem Namensgeber der im Jahr 2010 ins Leben gerufenen Vorlesungsreihe, gelang die Flucht aus der eingeschlossenen Stadt. Er emigrierte in die USA, wo er als Redakteur und Anwalt tätig war. Präsident Hayes ernannte ihn 1877 zum US-Innenminister.
Peter Müller war von 1999 bis 2011 Ministerpräsident des Saarlandes und von 2011 bis 2023 Richter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Seit 2025 leitet er gemeinsam mit Elisabeth Steiner das Präsidium der Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut.
Im Anschluss an den Vortrag laden die Veranstaltenden zu einem Umtrunk ein.
Ein barrierefreier Zugang zur Veranstaltung ist über das Wehrgeschichtliche Museum möglich. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich dafür im Vorfeld anzumelden.
Anmeldungen unter: erinnerung@bundesarchiv.de oder telefonisch unter 030 18 665-1133.