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100 Jahre Reichsarchiv

Das Bundesarchiv lädt zu einer Tagung aus Anlass des 100. Jahrestags der Gründung seiner Vorgängerinstitution nach Berlin ein.

Kalender 22.10.2019 19:00 Uhr – 23.10.2019 17:30 Uhr

Standort Berlin

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Gebäude des Reichsarchivs auf dem Brauhausberg in Potsdam (ehemalige Kriegsschule), März 1930

Zum 1. Oktober 1919 wurde das Reichsarchiv als zivile zentrale Behörde unter der Leitung des Präsidenten Hermann Ritter Mertz von Quirnheim eingerichtet. Hervorgegangen aus den mit der Verwaltung der Kriegsakten betrauten Abteilungen des Generalstabs entwickelte es sich - gemäß den Vorgaben des Versailler Friedensvertrags - rasch zum "wirklichen" Reichsarchiv mit Zuständigkeit auch für die Übernahme von Unterlagen der zivilen Reichsressorts seit 1867. Das Bundesarchiv, das 1952 seine Arbeit aufnahm, knüpfte in mehrfacher Hinsicht an die Tradition des Reichsarchivs an und verwahrt seit der Wiedervereinigung 1990 sämtliche ehemaligen Bestände des Reichsarchivs, soweit sie nicht im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.

Das einhundertjährige Jubiläum der Gründung nimmt das Bundesarchiv zum Anlass, auf einer Fachkonferenz die Entwicklung des Reichsarchivs, seiner Nachfolgeinstitutionen und anderer zentraler Archive mit Bezug zur deutschen Geschichte in den Blick zu nehmen und auf dieser Basis nach der Bedeutung der Archive für die Gesellschaft damals und heute zu fragen. Tagungsort ist das Deutsche Historische Museum in Berlin.

Eröffnet wird die Konferenz am 22.10.2019 um 19.00 Uhr mit einem Grußwort der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und einem Festvortrag des renommierten Historikers Prof. Dr. Jörn Leonhard unter dem Titel "Geschichtskämpfe: Die Auseinandersetzung um die Kriegsschuld und die Gründung des Reichsarchivs nach dem Ersten Weltkrieg".

Am 23.10.2019 setzt sich die Tagung ab 9.00 Uhr mit Vorträgen und Diskussionsmöglichkeit am Ende jeder Sektion fort. Das Ende der Veranstaltung ist für spätestens 17.30 Uhr vorgesehen.

Programm (23.10.2019)

Sektion 1 (9.15 - 10.45 Uhr)

Dr. Michael Hollmann (Bundesarchiv):
Die Gründung des Reichsarchivs

Dr. Markus Pöhlmann (Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr):
Das Reichsarchiv und das Militär

Sven Kriese (Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz):
Das Reichsarchiv, die Preußische Archivverwaltung und das Geheime Staatsarchiv

Sektion 2 (11.15 - 12.15 Uhr)

Vladimir P. Tarasov (Russisches Staatliches Militärarchiv):
Bestände des ehemaligen Reichsarchivs im Russischen Staatlichen Militärarchiv (RGVA) - Entstehung, Inhalt, Nutzung

Mag. Thomas Just (Österreichisches Staatsarchiv):
Das Reichsarchiv und Österreich

Sektion 3 (13.30 - 15.00 Uhr)

Dr. Peter Ulrich Weiß (Zentrum für Zeithistorische Forschung):
NS-Belastungen im Bundesarchiv und im Zentralen Staatsarchiv der DDR

Dr. Simone Walther-von Jena (Bundesarchiv):
Das Zentrale Staatsarchiv der DDR

Dr. Andrea Hänger (Bundesarchiv):
Das Bundesarchiv

Podiumsdiskussion (15.30 - 17.00 Uhr)

Prof. Dr. Martin Sabrow (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Moderation), Prof. Dr. Markus Friedrich (Universität Hamburg), Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim), Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke (Berlin), Vladimir P. Tarasov (Russisches Staatliches Militärarchiv)

Verfügbarkeit von Plätzen

Für die Teilnahme am Festvortrag (22. Oktober) können Sie sich noch bis zum 17. Oktober 2019 anmelden. Für das Kolloquium am 23. Oktober stehen keine Plätze mehr zur Verfügung.

So melden Sie sich an:

Telefonisch: +49 (0) 261-505-700 (Montag bis Freitag von 9-12 Uhr)
E-Mail: reichsarchiv100@bundesarchiv.de

Veranstaltungsort

Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin
Zugang zum Zeughaushof am 22.10.2019: über den Haupteingang
Zugang zum Zeughauskino am 23.10.2019: über den Eingang an der Ostseite des Zeughauses (Spreeseite)

Anfahrt

S-Bahn: Hackescher Markt und Friedrichstraße
U-Bahn: Französische Straße, Friedrichstraße und Hausvogteiplatz
Bus 100, 200, TXL: Staatsoper oder Lustgarten
Parken: Tiefgarage unterm Bebelplatz │ City Quartier Dom Aquarée