Direkt zum Seiteninhalt springen

Kreisdienststelle Oschatz

Zum Inhalt springen

Stand: Dezember 2021
Umfang: 34 lfm
Laufzeit: (1940) 1954 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Allgemeine Informationen

Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.

Enthält u. a.

- Dokumente zu Stabsübungen
- Mobilmachungsplanung
- Untersuchungen von Fahnenabrissen und "Schmierereien"
- Vorbeugung und Verhinderung von Terrorakten und Gewaltakten
- Sicherung und Verteidigung der Kreisdienststelle
- Sicherung des Rates des Kreises, der SED-Kreisleitung, des Wehrkreiskommandos und des Volkspolizeikreisamtes Oschatz
- Sicherung von sowjetischen Militärobjekten und Objekten der Nationalen Volksarmee
- Abwehrmaßnahmen gegen Militärverbindungsmissionen
- "Politisch-operative" Sicherung einzelner Betriebe (besonders VEB Glasseidenwerk Oschatz, Kombinat Glasseide Oschatz und VEB Philatelie Wermsdorf) und Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften
- Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung
- Topografisches und anderes Kartenmaterial

Informationen über die Bearbeitung des Bestandes

Überliefert waren Ordner, Hefter und Mappen, Karten, Pläne und Handkarteien. Das lose Material war nicht gebündelt, weitgehend ungeordnet und stark verschmutzt. Die aufgefundenen Karteien waren nur in Teilen geordnet. Es war keine Registraturordnung zu erkennen und kein Aktenplan überliefert. Eine Zentrale Materialablage (ZMA) wurde rekonstruiert. Da keine Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei (VSH) vorhanden war, musste eine (BStU)-Findkartei erstellt werden. Erschlossen wurden Sachakten, Fotos, Negative und ein Tonband.

Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- personenbezogene MfS-Karteien

Besonderheiten

- zerrissene Unterlagen