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Abteilung XIV (Untersuchungshaft, Strafvollzug)

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Stand: Dezember 2021
Umfang: 148 lfm
Laufzeit: 1951 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Aufgabenstellung

- Verantwortung für die Untersuchungshaftanstalten I (Berlin-Hohenschönhausen) und II (Berlin-Lichtenberg, Magdalenenstraße) sowie das Strafgefangenenarbeitskommando in der UHA I des MfS
- Sicherung und Kontrolle von Untersuchungshaft und Strafvollzug einschließlich der Objektsicherung
- Durchführung der Gefangenentransporte
- Sicherung der Flugzeugüberführungen von Untersuchungshäftlingen und Gefangenen sowie Kfz-Rückführungen aus dem sozialistischen Ausland
- seit 1986 Arbeit mit den Häftlingen, die während des Vollzugs der Freiheitsstrafe als Inoffizielle Mitarbeiter tätig waren

Enthält u. a.

- Dienstvorschriften des MfS, des Ministeriums des Innern, des Ministeriums der Justiz und des Präsidiums der Deutschen Volkspolizei
- Zusammenarbeit mit den Abt. XIV der Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit - Kontrolle und Sicherung der Dienstobjekte und Haftanstalten
- Überführungen von Inhaftierten aus den sozialistischen Staaten und in andere Haftanstalten sowie deren Entlassung in die Bundesrepublik und die DDR
- Gefangenenpersonalakten
- Fahndungsunterlagen
- Besondere Vorkommnisse in den Untersuchungshaftanstalten und Strafgefangenenarbeitskommandos
- Personalangelegenheiten der Mitarbeiter/-innen

Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes

Überliefert sind Schriftgut, Bauunterlagen zu Untersuchungshaftanstalten sowie Bild- und Tonträger. Die Erschließungsintensität erfolgte in Abhängigkeit von der Bedeutung der Unterlagen in einfacher und erweiterter Verzeichnung.
Bereits vom MfS archivierte Unterlagen der Abteilung XIV befinden sich im Archivbestand 2 "Allgemeine Sachablage".

Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- personenbezogene MfS-Karteien
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank zu Mitarbeitern der HV A, zu HIM und OibE (HHO)

Besonderheiten

1994 wurden 15.000 Gefangenenpersonalakten von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz übernommen. Außerdem sind zerrissene Unterlagen im Umfang von überliefert, die bisher noch nicht rekonstruiert werden konnten.