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Abteilung 26 (Telefonüberwachung)

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Stand: Dezember 2021
Umfang: 48 lfm
Laufzeit: 1956 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Aufgabenstellung

- Verfassungswidrige Abhörmaßnahmen im Telefonnetz der DDR und der Telexnetze
- Abhörmaßnahmen in Räumen
- Beobachtung von Privat- und Diensträumen
- Abwehr von Abhörangriffen westlicher Geheimdienste
- Einsatz von chemischen, physikalischen und radioaktiven Markierungsmitteln
- Führung von Inoffiziellen Miterbeitern/-innen und Arbeit mit Offizieren im besonderen Einsatz (OibE)

Enthält u. a.

- Abhörstützpunkte in Berlin (Ost) und den einzelnen Bezirken der DDR
- Sonderkabelnetze
- Abhörleitungen
- Aufspüren und Kappen von Fernsprechkabeln zwischen Ost- und West-Berlin nach dem Mauerbau am 13. August 1961
- Dekonspiration von versteckter Abhörtechnik (Auffinden durch MfS-fremde Personen) sowie von "Inoffiziellen Mitarbeitern" (IM) des MfS und Einsatz von Offizieren im besonderen Einsatz (OibE)
- Schaltung von Abhörleitungen in die Botschaft der USA und in die Ständige Vertretung der Bundesrepublik
- Planungen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Einführung digitaler Vermittlungstechnik im Fernsprechverkehr
- Technische Beschreibung von "Aufschaltungen" in Vermittlungsstellen der Deutschen Post

Informationen über die Bearbeitung des Teilbestandes

Die Überlieferung bestand aus ungeordneter, die Schriftgutverwaltung nur noch sehr geringfügig widerspiegelnder, Lose Blattablage in Bündeln. Die Erschließung des Teilbestandes umfasste daher auch die Bildung neuer Akteneinheiten.

Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank zu Mitarbeitern der HV A, zu HIM und OibE (HHO)

Besonderheiten

- Es sind 5 Säcke mit zerrissenen Unterlagen überliefert