Stand: Dezember 2021
Umfang: 7 lfm
Laufzeit: 1956 - 1989
Erschließungsstand: 100 %
Allgemeine Informationen
Die Kreisdienststellen hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.Enthält u. a.
- Vorbeugende Grenzsicherung- Tatmittel und Spurensicherung von Grenzverletzern
- Sicherheitsüberprüfungen von Personen, die sich beruflich oder wohnlich bedingt im Grenzbereich aufhielten (z. B. Küstenfischer)
- Informationen der Sicherheitskommissionen der Mathias-Thesen-Werft
- Überwachung des Ökumenischen Zentrums für Umweltarbeit
- Zusammenarbeit mit dem Rat des Kreises Wismar
- Objektakten über Betriebe und Institutionen (z. B. Wieschendorf)
- Personalunterlagen
- Tätigkeit der Inoffiziellen Mitarbeiter (IM)
- Topographisches Kartenmaterial zur Grenzsicherung
Informationen über die Bearbeitung des Bestandes
Die Unterlagen zum Bestand befinden sich in einem guten Erhaltungszustand. Sie sind in Originalordnern bzw. Mappen abgelegt. Überliefert sind mit dem Schriftgut noch mehrere kleine Arbeitskarteien sowie Tonträger der Kreisdienststelle Wismar. Die personenbezogenen Unterlagen der KD sind vorrangig bearbeitet worden. Die Zentrale Materialablage (ZMA) wurde neu geordnet und nummeriert. Die Rekonstruktion der Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei (VSH) ist abgeschlossen.Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- personenbezogene MfS-Karteien