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Kreisdienststelle Eisleben

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Stand: Dezember 2021
Umfang: 44 lfm
Laufzeit: 1950 - 1989
Erschließungsstand: 100 %

Allgemeine Informationen

Die Kreisdienststellen (KD) hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.

Enthält u. a.

- Arbeit der Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) der Kreisdienststelle
- Überwachung von Personen aus dem Verantwortungsbereich
- Dokumente zur Mobilmachungsplanung der Kreisdienststelle
- Zusammenarbeit mit dem VPKA und dem Betriebsschutzamt Eisleben
- Sicherung wirtschaftlicher Schwerpunktbereiche, insbesondere des VEB Mansfeldkombinat "Wilhelm Pieck" Eisleben und des VEB Braunkohlenwerk "Gustav Sobottka" Röblingen
- Einrichtung von Meldepunkten zur Beobachtung der westlichen Militärverbindungsmissionen (MVM)
- Einleitung von Maßnahmen im Zusammenhang mit den Ereignissen in der CSSR 1968

Informationen über die Bearbeitung des Bestandes

Die bei Auflösung des MfS noch "aktiven" registrierten Vorgänge wurden dem Bestand zugeordnet. Damit war der Überlieferungszusammenhang wiederhergestellt. Diese Unterlagen sind zurzeit nur personenbezogen nutzbar. Die unerschlossenen Unterlagen wurden in einem Schnelldurchlauf grob gesichtet. Anhand der Grobsichtungslisten wurden Prioritäten für die Erschließung gesetzt. Die Erschließung des Bestandes ist abgeschlossen (siehe Besonderheiten).

Findmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)
- Datenbank "Dokumentensammlung" (DOSA)

Besonderheiten

Etwa 57 lfm (77 %) der überlieferten Unterlagen der KD Eisleben konnten in der Zeit der politischen Wende nur in zerrissenem Zustand gesichert werden. Nach der Einbeziehung dieser Unterlagen in das Projekt virtuelle Rekonstruktion wurde festgestellt, dass ein Teil davon manuell rekonstruiert werden konnte. Diese Unterlagen sind nunmehr personenbezogen und sachthematisch zugriffsfähig.