Stand: Dezember 2021
Umfang: 32 lfm
Laufzeit: 1956 – 1989
Erschließungsstand: 100 %
Allgemeine Informationen
Die Kreisdienststellen hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.Enthält u. a.
- Zusammenarbeit mit dem Rat des Kreises- Überwachung der Ortsgruppe Rochlitz des Kulturbundes der DDR
- Sicherung der Betriebe (Geheimnisschutz), des Kreiskrankenhauses Rochlitz
- Überwachung des "Umweltkreises" der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Penig sowie der Blockparteien
Informationen über die Bearbeitung des Bestandes
Die "aktiven" registrierten Vorgänge wurden in der Reihenfolge der Registriernummern aufgestellt und die personenbezogenen Angaben in einer alphabetisch sortierten Decknamenkartei erfasst. Die Rekonstruktion der vom MfS nach alphanumerischen Signaturen angelegten Zentralen Materialablage erfolgte anhand der Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei. Die sachbezogen gebildeten Akten wurden grob gesichtet und vollständig erschlossen. Wahrscheinlich sind aussagekräftige Unterlagen der Kreisdienststelle 1989 vernichtet worden. Fast alle noch vorhandenen Unterlagen mussten neu geordnet werden. 50 Prozent der Akten wurden erweitert erschlossen, d. h. ihre Aktentitel wurden zusätzlich durch "Enthält"-Vermerke beschrieben.Findhilfsmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- klassifizierte Findkartei
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)