Stand: Dezember 2021
Umfang: 58 lfm
Laufzeit: 1961 - 1989
Erschließungsstand: 100 %
Allgemeine Informationen
Die Kreisdienststellen hatten die Aufgabe, die staatliche Sicherheit in ihrem Territorium zu gewährleisten. Dieses Territorialprinzip ergänzte das Prinzip der Fach-"Linien" im zentralen Ministerium und in den Bezirksverwaltungen. Es gab in jeder Kreisdienststelle eine Reihe von Standard-Referaten (z. B. Volkswirtschaft, Staatsapparat usw.), diese konnten aber durch lokale Besonderheiten ergänzt werden.Enthält u. a.
- Informationen an die SED-Kreisleitung- Ermittlungen des Offiziers für Aufklärung
- Abwehrarbeit gegen die drei westlichen Militärverbindungsmissionen
- Militärischer Berufsnachwuchs
- Unterlagen über den Sport, v. a. die Fußballmannschaft der Betriebssportgemeinschaft Wismut Aue
- Sicherung der Volkswirtschaft
- Informationen über die Ereignisse im Herbst 1989
Informationen über die Bearbeitung des Bestandes
Die "aktiven" registrierten Vorgänge wurden in der Reihenfolge der Registriernummern aufgestellt und die personenbezogenen Angaben in einer alphabetisch sortierten Decknamenkartei erfasst. Die Rekonstruktion der vom MfS nach numerischen Signaturen angelegten Zentralen Materialablage erfolgte anhand der Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei. Für die Zentralen Materialablage mit den Anfangsbuchstaben A und B mussten Karteikarten nachgestellt werden, da diese in der Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei fehlten. Die sachbezogen gebildeten Akten wurden grob gesichtet und erschlossen. Bei den überwiegend formierten Akten war meist eine einfache Verzeichnung ausreichend. 30 Prozent des Schriftgutes musste neu geordnet werden. Vermutlich wurde der größere Teil der sachbezogen gebildeten Akten vernichtet, da nur 71 Akteneinheiten, vorwiegend aus den 80 er Jahren, überliefert worden sind.Findhilfsmittel (intern - Stasi-Unterlagen-Archiv):
- klassifizierte Findkartei
- Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE)
- Datenbank "Elektronisches Personenregister" (EPR)