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Regal mit nationalsozialistischen Akten im Berlin Document Center (1947)

Regal mit nationalsozialistischen Akten im Berlin Document Center (1947), Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-M1129-305 / Fotograf: Donath, Otto

NS-Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit

Auf dieser Seite finden Sie Hinweise zur Benutzung der Sammlung „NS-Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR“ im Bundesarchiv.

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Einführende Informationen

Die Sammlung „NS-Archiv“ gehört zu den intensiv benutzten Beständen des Bundesarchivs.

Seit etwa 1953 zunächst im „Zentralarchiv“ der Hauptabteilung (HA) XII, seit 1968 in der HA IX/11 des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfSMinisterium für StaatssicherheitDas Ministerium für Staatssicherheit (umgangssprachlich oft kurz "Stasi") war politische...) verwaltet, diente das Schriftgut aus Behörden und NSDAP-Parteidienststellen aus der Zeit des Dritten Reichs den "politisch-operativen" Aufgaben des MfS.

Am 3. Oktober 1990 wurde das „NS-Archiv“ in die Zuständigkeit des Bundesarchivs überführt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Sabine Dumschat und Matti Spieler

Quellen im Bundesarchiv

Die Erschließungsdaten zur Sammlung „NS-Archiv“ sind in zwei Datenbanksystemen zu finden:

1. Datenbank „NS-Archiv/R 9355“ (ehemals BASYS-Z)
2. invenio (Basys 2)

Die Nachweise über den Verbleib der einzelnen Archivalien der Sammlung „NS-Archiv“ sind darin nicht deckungsgleich abgebildet. Daher müssen beide Datenbanken ergänzend recherchiert werden.

Informationen zur Nutzung in der Datenbank „NS Archiv“ sowie Recherchetipps haben wir ebenfalls zusammengestellt.

Podcast „111 Kilometer Akten“

Maximilian Schönherr (links) und Henry Leide
Podcast

Das NS-Archiv der Stasi

Unterlagen zur NS-Diktatur in der DDR waren seit den späten 1960er Jahren unter kompletter Kontrolle des Ministeriums für Staatssicherheit. Die Hauptabteilung IX, zuständig für strafrechtliche Ermittlungen, verwaltete dieses geheime NS-Archiv mit etwa 10 Kilometern Akten. Es wurde unter anderem dafür genutzt, um Politiker der Bundesrepublik ihrer verheimlichten Nazi-Vergangenheit zu überführen oder auch um unentdeckte NS-Verstrickte in der DDR zur Mitarbeit zu pressen. Henry Leide vom Stasi-Unterlagen-Archiv in Rostock forscht seit langem zu diesem Thema.