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Deutsches U-Boot 99 läuft im Februar 1941 bei Lorient (Frankreich) aus

Deutsches U-Boot 99 läuft im Februar 1941 bei Lorient (Frankreich) aus, Quelle: BArch, Bild 101II-MW-6783-14 / o. Ang.

U-Boote der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg

Dieser Rechercheleitfaden zeigt Ihnen, wie Sie in den Bundesarchiv-Akten zu den U-Booten der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg recherchieren. 

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Einführende Informationen

Führer der Unterseeboote, ab 1939 Befehlshaber der Unterseeboote war seit 1936 Karl Dönitz, ab 1943 als Großadmiral. Der Befehlshaber der Unterseeboote führte im Krieg durch seine Operationsabteilung operativ die U-Boote in der Nordsee, im Atlantik und im Indischen Ozean, zeitweise auch die im westlichen Mittelmeer. Truppendienstlich unterstanden dem Befehlshaber der Unterseeboote mit dessen Organisationsabteilung auch die andernorts eingesetzten Unterseebootsflottillen. Die Operationsabteilung, ab 1943 Unterseebootsführungsabteilung des Befehlshabers der Unterseeboote befand sich 1939/1940 in Sengwarden bei Wilhelmshaven, kurzzeitig in Paris 1940, in Kernevel bei Lorient 1940 bis 1942, wieder in Paris 1942/1943, in Berlin 1943, in Bernau bei Berlin ("Koralle") 1943 bis 1945 und dann in Sengwarden, Plön und zuletzt in Mürwik.

Vor dem Krieg bestanden die 1. bis 3. und die 5. bis 7. Unterseebootsflottille. Die Unterseebootsflottillen in der Nordsee und im Atlantik (1.-3., 6., 7., 9.-12., 15., 33.) wurden im Krieg von der Operationsabteilung des Befehlshabers der Unterseeboote operativ geführt und unterstanden truppendienstlich dem Führer der Unterseeboote West in Angers, ab 1944 in Bergen. Dem Führer der Unterseeboote Norwegen/Nordmeer in Narvik unterstellt waren die 11., die 13. und 14. Unterseebootsflottille, dem Führer der Unterseeboote Italien/Mittelmeer in Rom, später in Toulon und Aix-en-Provence, die 23. und die 29. Unterseebootsflottille. Im Schwarzen Meer operierte 1942 bis 1944 die 30. Unterseebootsflottille mit Stützpunkten in Konstanza und Feodosia, U-Boote in der Ostsee unterstanden 1939 dem Führer der Unterseeboote Ost in Swinemünde und 1944 für kurze Zeit dem Führer der Unterseeboote Mitte in Kiel.

Die truppendienstliche Leitung, v.a. auch der Ausbildungsverbände, lag bei dem Chef der Organisationsabteilung des Führers/Befehlshabers der Unterseeboote in Kiel, der 1941 zum 2. Admiral der Unterseeboote und 1943 zum Kommandierenden Admiral der Unterseeboote wurde. Abteilungschef bzw. 2. Admiral/Kommandierender Admiral der Unterseeboote war von 1939 bis 1945 Admiral Hans-Georg von Friedeburg.

Dem 2. Admiral/Kommandierenden Admiral der Unterseeboote unterstanden ab 1943 das Höhere Kommando der Unterseebootsausbildung in Kiel, ab 1944 in Plön und ab 1945 in Neustadt in Holstein, dem u.a. die 21. und 22. Unterseebootsflottille unterstellt wurden, sowie der Führer der Unterseebootsausbildungsflottillen in Danzig und Gotenhafen mit der 18. bis 20. und der 23. bis 27. Unterseebootsflottille. Daneben bestand 1943 bis 1945 der Führer der Unterseeboote Ost in Danzig mit der 4., 5., 8., 31. und 32. Unterseebootsflottille.

Quellen im Bundesarchiv

Die vorhandenen Dokumente der U-Boote der Kriegsmarine befinden sich bei der Abteilung Militärarchiv des Bundesarchivs in Freiburg in folgenden Beständen:

Die in diesen Beständen verfügbaren Akten sind online recherchierbar mit der Rechercheanwendung invenio. In den Bestandsinformationen sind dort weitere Angaben zu den einzelnen Dienststellen und Booten zu finden und auch Literaturhinweise.

Schiffspläne der U-Boote der Kriegsmarine sind im Bestand RM 25 (OKM / Hauptamt Kriegsschiffbau der Reichsmarine und Kriegsmarine) zu finden, ausführliche Informationen hierzu finden Sie im Rechercheleitfaden "Schiffspläne von Kriegsschiffen".

Unterlagen zu U-Booten der Kriegsmarine einsehen

Das Bundesarchiv hat die Aufgabe, Archivgut konservatorisch zu sichern, inhaltlich zu erschließen und zugänglich zu machen. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihren Recherchen und ermöglichen Ihnen die selbstständige Benutzung des Archivguts. Mit der Datenbank Invenio können Sie in unseren Beständen recherchieren. Hier finden Sie ausführliche Hilfen zur Benutzung von invenio. Digitalisierte Akten können Sie online über invenio einsehen oder als Scans herunterladen.

Online einsehen

Die Unterlagen in den oben beschriebenen Beständen sind bisher nur in Einzelfällen digitalisiert und über invenio einsehbar. Sie erkennen dies an dem Link „Digitalisat anzeigen“ unter der jeweiligen Verzeichnungseinheit.

Weitere Möglichkeiten

Für die Benutzung von Archivgut, das nicht digitalisiert vorliegt, haben Sie drei Möglichkeiten:

  1. Besuch vor Ort in unserem Lesesaal
  2. Beauftragung eines privaten Recherchedienstes
  3. Bestellung von Digitalisaten

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Ansprechpartner

Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv

Wiesentalstraße 10
79115 Freiburg

Telefon: 030 18 665-1149
E-Mail: militaerarchiv@bundesarchiv.de

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Frank Anton
Stand: Februar 2026