- Reihe
- Im Fokus
- Umfang
- 108 Seiten
- Auflage
- © 2025, Berlin 2025
- Verlag
- Bundesarchiv
- Preis
- kostenlos
- Sprache
- Deutsch
Bestellung von kostenlosen Printexemplaren unter oeffentlichkeitsarbeit@bundesarchiv.de
Bundesarchiv (Hg.)
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1955 wurde die Bundeswehr gegründet – in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Neuanfangs im Nachkriegsdeutschland. Seitdem hat sie sich stetig gewandelt: in Struktur, Auftrag und Selbstverständnis. Diese Ausgabe von „Im Fokus“ zeigt anlässlich des 70. Jahrestags der Aufstellung ausgewählte Dokumente aus den Beständen des Bundesarchivs und beleuchtet die Bundeswehr als Spiegel deutscher Gesellschaft und ihrer Geschichte.
Das Heft versteht sich als Beitrag zur Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland, indem es – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – in fünf Kapiteln eine Zusammenstellung von Text-, Bild-, und Filmdokumenten aus den umfänglichen und vielseitigen Archivbeständen präsentiert. Dabei zeigt das Heft insbesondere Archivgut aus dem „militärischen“ Teil des Bundesarchivs, ergänzt durch Dokumente des Bundeskanzleramtes und aus Beständen des Bild- und Filmarchivs. Sie veranschaulichen die Entwicklung der Streitkräfte von den Anfängen bis in die 1990er Jahre und laden zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Staat, Militär und Gesellschaft ein.
Dokumente zeigen den Weg von der entmilitarisierten Nachkriegszeit über die Gründung der Bundeswehr 1955 bis zur Integration in das westliche Bündnissystem und ihre Verankerung in der demokratischen Ordnung. Weitere Quellen belegen den Wandel der Aufgaben – von Landes- und Bündnisverteidigung zu Katastrophenhilfe und internationalen Auslandseinsätzen.
Ein Kapitel widmet sich der Öffnung der Bundeswehr für Frauen: Unterlagen dokumentieren die schrittweise Aufhebung des Dienstverbots und die Einführung der Gleichbehandlung ab 2000. Ebenso wird das Verhältnis zwischen Militär und Gesellschaft sichtbar – durch Proteste gegen Wiederbewaffnung, Kriegsdienst und atomare Bewaffnung.
Abschließend beleuchten ausgewählte Unterlagen die Herausforderungen der Integration der NVA infolge des 3. Oktobers 1990 und den Aufbau einer „Armee der Einheit“.