Die Bundeswehr evaluierte in jährlichen Berichten ihren Umfang an Personal und Material sowie den inneren Zustand der Streitkräfte hinsichtlich Ausbildung und Motivation. Die Berichte des militärischen Auslandsnachrichtendienstes der DDR, der Verwaltung Aufklärung im Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV), zeigen dagegen den Blick der Nationalen Volksarmee (NVA) auf die Bundeswehr.
Ende der 1970er Jahre kam das MfNV zu der Einschätzung, „daß die Bundeswehr gegenwärtig über die höchste Kampfkraft und Gefechtsbereitschaft seit ihrem Bestehen verfügt“. Weiter heißt es in dem Bericht, dass „die operativen und Gefechtsmöglichkeiten der Verbände weiter bedeutend anwachsen“ und sich daraus „neue Qualitäten für deren Umsetzung in starke Schläge sowie angespannte und schnellablaufende Operationen und Gefechte ergeben“ würden. Aus Sicht der NVA war die Bundeswehr zu diesem Zeitpunkt eine kampfkräftige Armee und ein ernstzunehmender Gegner.




