Wettrüsten und atomare Bewaffnung: Der über 40 Jahre andauernde Konflikt zwischen den Westmächten unter Führung der USA und den von der Sowjetunion geführten Warschauer-Pakt-Staaten beeinflusste den Aufbau der Bundeswehr seit ihrer Entstehung maßgeblich.
Das Archivgut aus dem Bundesarchiv zeigt u. a., wie Politiker und Militärs die Strategie der atomaren Abschreckung einsetzten. Gleichzeitig sollten gut ausgerüstete konventionelle Streitkräfte Bedrohungsszenarien minimieren. Der ständige Kräftevergleich mit der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR war dabei maßgeblich für politische Entscheidungen zur Nachrüstung der Bundeswehr.
Zu Beginn der 1980er Jahre galt diese als die zweitstärkste Armee der NATO – mit fast einer halben Million Zeit- und Berufssoldaten sowie Wehrpflichtigen, Dutzenden von Großverbänden und der modernen Ausrüstung von Heer, Luftwaffe und Marine. Großangelegte Militärmanöver mit Tausenden Soldaten und zahlreichen Fahrzeugen und Panzern waren damals – auch mit den damit einhergehenden Beeinträchtigungen für die Bevölkerung – Teil des bundesdeutschen Alltags.

