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Schwarz-Weiß-Fotografie des Sonderzuges des Generals der Eisenbahntruppen

Sonderzug des Generals der Eisenbahntruppen, Dezember 1942, Quelle: BArch, RH 66/1553

Der General der Eisenbahntruppen auf Dienstreise an der Ostfront

  • Lichtbild von Otto Will
    Generalleutnant Otto Will, Befehlshaber der Eisenbahntruppen (ab 1944 General der Eisenbahntruppen)
  • Maschinell erstelltes Schriftgut über eine Vorschrift für das Umspuren
    Vorschrift für das Umspuren
  • Schwarz-Weiß-Fotografie von Reparaturarbeiten an Gleisanlagen
    Wiederherstellung von zerstörten Gleisanlagen durch das Eisenbahn-Pionier-Regiment 3, August 1941
  • Fotografie von weiblichen Hilfskräften beim Bau von Kreuzungsstellen
    Weibliche Hilfskräfte beim Bau von Kreuzungsstellen auf der Strecke Walujki – Kastornaja, August 1942
  • Maschinell erstelltes Schriftgut über umgespurte Strecken
    Umgespurte Strecken
  • Fotografie einer Draisine
    Erbeutete russische Draisine
  • Fotografie einer zerstörten Hub- und Behelfsbrücke
    Zerstörte Hub- und Behelfsbrücke über den Don bei Rostow, August 1942
  • Fotografie einer zerstörten Brücke
    Zerstörte Brücke an der Strecke Walujki – Kastornaja, August 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie von einer russischen Schienenaufreißvorrichtung
    Russische Schienenaufreißvorrichtung im Bahnhof Kiwerce, August 1941
  • Schwarz-Weiß-Fotografie von einem zerstörten russischen Munitionszug
    Von der Luftwaffe zerstörter russischer Munitionszug, August 1941
  • Technische Zeichnung einer Feldbahn-Diesellokomotive
    Technische Zeichnung einer Feldbahn-Diesellokomotive
  • Schwarz-Weiß-Fotografie eines Feldbahnzuges
    Feldbahnzug fährt in einen Bahnhof ein, Dezember 1942
  • Maschinell erstelltes Schriftgut
    Erfahrungsbericht der 1. Kompanie des Eisenbahn-Bau-Bataillons 83 über die Arbeit der Eisenbahnpioniere im Winter, April 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie eines typisierten Stationsgebäudes
    Typisiertes Stationsgebäude, Dezember 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie eines typisierten Lokschuppens
    Typisierter Lokschuppen, Dezember 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie eines typisierten Wasserturms
    Typisierter Wasserturm
  • Schwarz-Weiß-Fotografie eines Namenschildes der Mondscheinbrücke
    Namensschild der Mondscheinbrücke
  • Schwarz-Weiß-Fotografie der Lowat-Brücke (Mondscheinbrücke)
    Blick auf die Lowat-Brücke (Mondscheinbrücke), Dezember 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie eines von Zimmerleuten gebauten Stationsgebäudes
    Von einheimischen Zimmerleuten gebautes Stationsgebäude, Dezember 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie des Sonderzuges des Befehlshabers der Eisenbahntruppen
    Sonderzug des Befehlshabers der Eisenbahntruppen, 26. Dezember 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie einer Unterkunft für Stationspersonal
    Unterkunft des Stationspersonals, Dezember 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie von Gleisen in einem Sumpfgebiet
    Bahnhofsanlagen einer Station im Wolchow-Sumpfgelände, Dezember 1942
  • Schwarz-Weiß-Fotografie des Sonderzuges des Generals der Eisenbahntruppen
    Sonderzug des Generals der Eisenbahntruppen, Dezember 1942

Otto Will auf Dienstreise an der Ostfront

Nach Beginn des Unternehmens „Barbarossa“ reiste der General der Eisenbahntruppen Otto Will mehrmals an die Ostfront. Er informierte sich über den aktuellen Stand des Ausbaus, Neubaus und Wiederaufbaus des Eisenbahnnetzes in Russland durch die Eisenbahnpioniere. Im Dezember 1942 unternahm er eine Dienstreise in den Raum Nowgorod (Heeresgruppe Nord). Der Großteil der hier gezeigten Fotos ist einer Bildmappe entnommen, die nach dieser Dienstreise angelegt worden ist.

Die Eisenbahnen waren insbesondere für die Kriegsführung im Osten von entscheidender Bedeutung. Sie waren das wichtigste Verkehrs-, Nachschub- und Transportmittel. Die Binnenwasserwege erwiesen sich als oft nicht schiffbar und der Transport auf ihnen als zu langsam. Die Straßen in Russland waren meist nicht ausgebaut, die Nutzung wetterabhängig und die Kraftfahrzeuge störanfällig.

Jede Heeresgruppe der Wehrmacht bekam vor Beginn des Unternehmens „Barbarossa“ eine russische Hauptstrecke für den Vormarsch zugeteilt. Bei Beginn der Offensive hielten diese sich jedoch kaum an die Bahnlinien, so dass die Rote Armee umfangreiche Zerstörungen an den Anlagen vornehmen sowie Lokomotiven und Waggons mitführen konnte. Das hatte zur Folge, dass die Wehrmacht grundsätzlich die breiteren russischen Gleisanlagen auf den deutschen Standard umspuren musste und eine Nutzung der russischen Gleisanlagen nur eingeschränkt möglich war. Innerhalb von drei Monaten bis 8. Oktober 1941 sind 16.148 km des russischen Schienennetzes umgespurt worden. Neben diesem wichtigsten betrieblichen Problem schränkten weitere russische Gegebenheiten den Transport mit der Eisenbahn ein. So mussten neue Versorgungs- und Wartungsanlagen für die Lokomotiven gebaut werden und Kohle eingeführt werden, da die russische Kohle aufgrund der Schlackung für deutsche Lokomotiven nicht geeignet war.

Der General der Eisenbahntruppen (Befehlshaber der Eisenbahneinheiten) war, im Gegensatz zu den übrigen Waffengeneralen, direkt dem Chef des Transportwesens unterstellt. Dessen Stab war entscheidend mit der Operationsführung befasst, wohingegen dem General der Eisenbahntruppen alle für Bau und Betrieb von Vollbahnen, Feldbahnen und Seilbahnen aufgestellten Heerestruppen unterstellt waren. Diese Eisenbahnpioniere unterstanden vor Ort den Kommandeuren der Eisenbahn-Pioniere (Grukodeis = Gruppenkommandeure der Eisenbahntruppen bei Heeresgruppen und Kodeis = Kommandeure bei den Eisenbahntruppen bei Armeen, Militärbefehlshabern usw.).

Sven Uwe Schulz