„Stasi raus, es ist aus!“: Am 15. Januar 1990 fiel die letzte Bastion des DDR-Regimes. Tausende Menschen erstürmten die Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Das Ereignis wurde zum Symbol für das Ende der fast 40-jährigen Überwachung und Verfolgung der ostdeutschen Bevölkerung durch die DDR-Geheimpolizei. Bürgerkomitees sicherten in Folge Millionen Akten, Filme, Videos, Tonaufnahmen und Fotos der Stasi – Beweise der menschenrechtswidrigen Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit. Beweise, die seither als solche genutzt werden.
Bereits Anfang Dezember 1989 hatten sich mutige Bürgerinnen und Bürger, angeführt von Mitgliedern der Bürgerbewegung, Zugang zu den Bezirks- und etlichen Kreisämtern in der gesamten DDR verschafft. Sie hatten gefordert, die Aktenvernichtung zu unterbinden und die Archive der Stasi zu versiegeln.
Dies war der Ausgangspunkt für die Ereignisse am 15. Januar 1990 in der Stasi-Zentrale. Dieser Beitrag zeigt den Ablauf dieses historischen Tages.
