Nur zwei Tage nach dem tödlichen Attentat auf Wilhelm Gustloff wurden die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen eröffnet. Trotz anfänglicher Sorgen wegen ausbleibenden Schnees war Oberbayern am 6. Februar 1936 von einer dichten Schneedecke bedeckt – der gewünschte Hintergrund für die Eröffnungsfeier.
Diese war bis ins letzte Detail durchorganisiert. Adolf Hitler traf am Morgen mit dem Zug aus München in Garmisch ein. Dort erwartete ihn bereits eine jubelnde Menge – ein für die NS-Propaganda lohnenswertes und von ihr einkalkuliertes Fotomotiv für die Pressefotografen. Vom Bahnhof aus fuhr Hitler zum Skisprungstadion, wo er sich dem Publikum auf einem Balkon präsentierte. Knapp 650 Sportlerinnen und Sportler aus 28 Nationen marschierten anschließend mit ihren Fahnen nacheinander in das Stadion ein. Etwa 60.000 Menschen verfolgten den feierlichen Einzug von den Rängen aus.
Olympia 1936 im nationalsozialistischen Deutschland
1936 fanden die Olympischen Winter- und Sommerspiele in Deutschland statt – und damit das größte Sportereignis der Welt. Die Nationalsozialisten nutzten es für ihre Propaganda. Zum 90. Jahrestag der Spiele präsentiert das Bundesarchiv Archivalien aus dem Olympiajahr 1936.










