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Mitarbeiterin mit unsortiertem Aktenmaterial im Zentralarchiv der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Aktenbündel und Säcke mit zerrissenen Unterlagen im sogenannten "Kupferkessel" im Zentralarchiv des BStU 1992., Quelle: Bundesregierung B 145 Bild-00332591 / Schambeck, Arne

Workshop

Agenten, Akten, Aufarbeitung

Stasi-Unterlagen als historische Quellen und Politikum

Zeit

05. November 2026, 09:30 - 14:00 Uhr

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Normannenstr. 20
"Haus 1"
10365 Berlin

Veranstalter

Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf
Markgrafenstraße 3
14163 Berlin
Telefon: 030 90299-2205
E-Mail: service@vhssz.de

Mitveranstalter

Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv
Normannenstraße 20 "Haus 1"
10365 Berlin
Telefon: 030 2324 - 6757
E-Mail: bildung.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Das Stasi-Unterlagen-Archiv in Berlin verwahrt einen einzigartigen Bestand: Etwa die Hälfte der vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) überlieferten Akten, Filme und Töne liegt im Archiv der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Damit kann das Wirken der Geheimpolizei in der DDR nachvollzogen werden. Möglich ist dies nicht nur für historisch Interessierte, Forschende, Juristinnen und Juristen oder Journalistinnen und Journalisten, sondern auch für Betroffene der Repression – inzwischen machten Millionen Menschen von ihrem Recht auf Akteneinsicht Gebrauch.

Ebenfalls einzigartig ist, wie diese Akten den Weg ins Archiv fanden: Gesichert durch Bürgerinnen und Bürger in der DDR im Winter 1989/90 wurden die Unterlagen ein Streitpunkt in den Debatten um die deutsche Wiedervereinigung. Am Ende stand ein Spezialgesetz, das sowohl das Recht auf Akteneinsicht und Transparenz als auch den Schutz der Opfer staatlicher Überwachung zu vereinen hat.

Im Rahmen dieses Bildungszeit-Seminars erhalten die Teilnehmenden Einblick in die Geschichte der Stasi-Akten und des Stasi-Unterlagen-Archivs. In der Arbeit mit Aktenbeispielen, Zeitzeugengesprächen und Exkursionen wird in Methoden und Strukturen des MfS eingeführt. Im Archiv und anhand von Ausstellungen werden die Besonderheiten erfahrbar und können Herausforderungen beim Umgang mit den Akten der Geheimpolizei diskutiert werden. Gespräche mit Fachleuten und Diskussionsrunden bieten die Möglichkeit, sich über die heutige Nutzung der Akten und ihre Bedeutung für die Gesellschaft auszutauschen.

Dieser Kurs ist gemäß § 10 Abs. 6 des Berliner Bildungszeitgesetzes - BiZeitG (GVBl. vom 05.07.2021 S. 849) als Bildungsveranstaltung im Sinne der politischen Weiterbildung anerkannt. Diese Anerkennung gilt nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemäß § 1 Abs. 1 des oben genannten Gesetzes, die bei einem Arbeitgeber im Bundesland Berlin beschäftigt sind.

Eine Bescheinigung ist erhältlich über service@vhssz.de. Die Veranstaltung steht auch Interessierten offen, die den Kurs nicht als Bildungszeit belegen möchten oder können.

Die Kurseinheiten der Bildungszeit werden von unterschiedlichen Expertinnen und Experten des Bundesarchivs durchgeführt.

Die Anmeldung erfolgt über das Portal der Berliner Volkshochschulen.

Die Veranstaltungszeiten sind:

Montag, 2. November 2026, 09:30 - 16:00 Uhr
Dienstag, 3. November 2026, 09:30 - 16:00 Uhr
Mittwoch, 4. November 2026, 09:30 - 16:00 Uhr
Donnerstag, 5.November, 2026, 09:30 - 16:00 Uhr
Freitag, 6. November 2026, 09:30 - 14:00 Uhr

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