Zeit
30. Oktober 2026, 15:00 - 17:00 Uhr
Ort
Bibliothek Bad Lobenstein
Straße der Jugend 10 b
07356 Bad Lobenstein
Veranstalter
VHS Saale-Orla-Kreis
Wohlfahrtsstraße 3-5
07381 Pößneck
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Die Stasi war kein abstraktes System – sie war mitten unter uns. Nachbarn, Kollegen, manchmal sogar Familienmitglieder waren als Inoffizielle Mitarbeiter (IMs) tätig. Für viele Ostdeutsche bedeutet die Aufarbeitung bis heute: zerrissene Beziehungen, unbeantwortete Fragen und das Ringen um Gerechtigkeit. In diesem Erzählcafé kommen Betroffene zu Wort. Wir sprechen auch darüber, ob und wie die Spuren der Bespitzelung bis in die Gegenwart wirken und welche Fragen die Aufarbeitung noch beantworten muss. Wie gehen wir damit um, wenn Personen heute sagen, „Es war doch nicht so schlimm“?
Das Erzählcafé bietet einen geschützten Rahmen und soll die Aufarbeitung der Lebenswelten vor und nach der politischen Wende 1989 in Ostdeutschland unterstützen. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist notwendig unter Tel.: 03663 4248282. Ohne Anmeldungen kann die Veranstaltung leider nicht stattfinden.
Im Anschluss an die Veranstaltung stellt eine Mitarbeiterin des Stasi-Unterlagen-Archivs Gera das Mitmach-Projekt „Spurensuche“ vor, bei dem Bürgerinnen und Bürger bei der Aufklärung der Hintergründe von Stasi-Fotos mitwirken können. Sie beantwortet dabei auch Fragen zur Antragstellung sowie zur Bearbeitung eines Antrages auf Akteneinsicht.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stadtbibliothek Bad Lobenstein statt und wird gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.