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Eine Person mit Schutzmaske und Schutzanzug wird von einer anderen Person im Schutzanzug gereinigt. Die Arme werden zur Reinigung zur Seite gestreckt.

Ausbildung von MfS-Angehörigen für den atomaren Ernstfall, Quelle: BArch, MfS, Hauptabteilung VII, Fo 17, Bild 0178 (Ausschnitt)

Vortrag und Führung

Stasi-Akte Spezial

Tschernobyl – Die Auswirkungen auf die Bevölkerung in Thüringen

Zeit

15. Oktober 2026, 17:00 - 18:00 Uhr

Ort

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt
Telefon: 030 18665-4700
E-Mail: erfurt.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Veranstalter

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt
Telefon: 030 18665-4700
E-Mail: erfurt.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 im Reaktorblock 4 des sowjetischen Kernkraftwerkes Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat. Große Mengen radioaktiver Stoffe gelangten in die Atmosphäre und der Wind verteilte sie weitläufig in Europa.

Im Gegensatz zur Bundesrepublik berichtete die DDR nur sehr eingeschränkt über diesen Störfall und die daraus resultierenden Gefahren. Die Stasi stellte fest, dass selbst "progressive Bürger kritiklos diese feindlichen Parolen des Westens übernehmen und ihnen eine bestimmte Glaubwürdigkeit zuordnen". Zudem übernahmen viele die Gefahreneinschätzung zur radioaktiver Strahlung. In den Stasi-Unterlagen findet sich ein Fall Thüringer Eltern. Sie verboten ihren Kindern aufgrund des Reaktorunfalls, die in der Schule angebotene Milch zu trinken. Die Katastrophe von Tschernobyl war außerdem ein Weckruf für die Anti-Atomkraftbewegung in der DDR, die das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) noch bis 1989 beschäftigte.

Der Referent Thilo Günther (Bundesarchiv) hat zu diesem Thema in den Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes recherchiert und stellt die Ergebnisse seiner Arbeit vor. Neben Auszügen aus Stasi-Akten wird auch deren Ursprung und Quellenwert beleuchtet.

Bereits um 16:00 Uhr findet eine Führung durch die Karteiräume und das Archiv statt.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.

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