Zeit
15. April 2026, 18:30 - 20:00 Uhr
Ort
Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Normannenstraße 21a
"Haus 22" 1.OG
10365 Berlin
Telefon: 030 18 665-6699
E-Mail: campus@bundesarchiv.de
Veranstalter
Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv
Frankfurter Allee 204
10365 Berlin
Telefon: 030 18 665-6699
E-Mail: campus@bundesarchiv.de
Mitveranstalter
Ullstein Buchverlage
Friedrichstr. 126
10117 Berlin
Telefon: +49-30-23456-300
E-Mail: info@ullstein.de
Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Ruschestraße 103
10365 Berlin
Telefon: +49 30 577 998 010
E-Mail: info@havemann-gesellschaft.de
Achtung: Die Veranstaltung ist ausverkauft. Es wird keine Tickets an der Abendkasse geben.
Am Mittwoch, den 15. April 2026, laden wir herzlich zur Buchpremiere von Helene Bukowskis neuem Roman „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ in die ehemalige „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie" ein.
1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg das Leben. Dreieinhalb Jahrzehnte später stößt die Schriftstellerin Helene Bukowski auf ihre Geschichte. Aus Briefen, Fotos und Gesprächen rekonstruiert sie die Biographie von Christina, fragt nach dem, was sie bewegt hat, und versucht zu verstehen, warum dieses Leben so tragisch endete. Sie erzählt von familiären Erwartungen und stillen Sehnsüchten, von der Einsamkeit und Härte der musikalischen Ausbildung in Spezialschulen in Berlin und Moskau. Wir lernen einen Vater kennen, der in der Tochter seine eigenen Träume verwirklichen will und eine Mutter, die nie gelernt hat zu widersprechen. Wir sitzen mit Christina in kalten Übungsräumen, gehen mir ihr durch sturzbachartigen Regen und schneeverhangene Nächte und erfahren von einer Krankheit, für die es damals noch keinen Namen gab.
Mit großer Sensibilität nähert sich Helene Bukowski diesem Leben an, macht Leerstellen behutsam sichtbar und setzt das Erzählte in Beziehung zu ihrer eigenen Biographie. Der Roman ist weit mehr als die literarische Annäherung an ein einzelnes Schicksal: Er ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit Fragen von Selbstbestimmung, Leistungsdruck und den Grenzen individueller Freiheit in der DDR. Helene Bukowskis Roman ist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 im Bereich Belletristik nominiert.
Die Journalistin und Schriftstellerin Carolin Würfel spricht mit Helene Bukowski über ihr Buch. Im Anschluss an die Lesung laden wir zu einem Empfang ein.
Die Veranstaltung ist ausverkauft. Es wird keine Tickets an der Abendkasse geben. Der Zugang zum Veranstaltungssaal ist nicht barrierefrei.
Rahmenprogramm
17:00 Uhr Kostenfreie Führung durch die Ausstellung „Einblick ins Geheime" im Stasi-Unterlagen-Archiv
Treffpunkt: Haus 7, Foyer – 45 Min.
Anmeldung: einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de oder telefonisch unter 030 18 665-6699
Die Buchvorstellung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lesebühne" statt.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit Ullstein Buchverlage und der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. durchgeführt.