Zeit
17. September 2026, 19:30 Uhr
Ort
Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz
Schloßstraße 12/13
17235 Neustrelitz
Telefon: 03981 23909-99
Veranstalter
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Mitveranstalter
Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz
Schloßstraße 12/13
17235 Neustrelitz
Telefon: 03981 23909-99
Erinnerungsort Stasi-Haftanstalt Töpferstraße e.V.
Tiergartenstraße 5
17235 Neustrelitz
Telefon: 03981 4980 248
E-Mail: info@stasi-haftanstalt-neustrellitz.de
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Trotz eines historisch und ideologisch begründeten progressiveren Verständnisses von Sexualmoral und Sexualrecht, blieb die DDR in vielerlei Hinsicht homophob. Homosexuellen wurde die Sichtbarkeit verweigert, es gab keine eigenen Lokale, Vereine oder Publikationen. Unterrichtsmaterialien stellten Homosexualität durchaus negativ oder gar pathologisch dar. Man stellte Analogien zwischen Homosexualität und Kriminalität her. Wissenschaftliche Forschungen zur Verhinderung von Homosexualität fanden positive Resonanz. Der SED-Staat nutzte bestehende Ressentiments in der Bevölkerung, um die eigene Gesellschaft gegen die des Westens abzugrenzen. All dies hatte deutliche Effekte auf eine negative Wahrnehmung von Homosexualität in der Mehrheitsgesellschaft und auf die Selbstwahrnehmung der Betroffenen.
Der Historiker Dr. Christian Könne gibt tiefgründige Einblicke in ein oft vergessenes Kapitel der DDR-Geschichte. Er beleuchtet die Gratwanderung zwischen staatlicher Verfolgung und mutigen Kampf um Emanzipation, der oft im Schutz der Kirche begann.
Außerdem bietet das Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg eine Beratung zur Einsicht in die Stasi-Unterlagen an. Eine Antragstellung ist direkt vor Ort möglich. Hierfür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.