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Freigang für Untersuchungshäftlinge genannt Torte

Freigang für Untersuchungshäftlinge genannt „Torte“, Quelle: Bernd Bartocha

Aktionstag

Tag des offenen Denkmals

Führungen durch ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt

Zeit

13. September 2026, 11:00 Uhr

Ort

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Veranstalter

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Mitveranstalter

Gedenkort Lindenberg e.V.
Neubrandenburg

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Am Tag des offenen Denkmals öffnen das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg und der Gedenkort Lindenberg e.V. die Türen der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit auf dem Neubrandenburger Lindenberg. Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit, an Führungen durch den historischen Haftort teilzunehmen und mehr über die Geschichte der Stasi-Untersuchungshaft sowie die politischen Repressionsmechanismen der DDR zu erfahren.

Die Führungen übernimmt Thoralf Maaß, Vorsitzender des Vereins Gedenkort Lindenberg e.V. Er kennt den Ort auch aus eigener Erfahrung: Ende der 1980er Jahre war er selbst als Häftling der DDR-Geheimpolizei in dieser Untersuchungshaftanstalt inhaftiert.

Die ehemalige Haftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit im Bezirk Neubrandenburg ist bis heute in ihrer ursprünglichen Größe erhalten und stellt ein eindrucksvolles Zeugnis der Unterdrückungspraxis des SED-Staates dar. Sie war eine von 17 Untersuchungshaftanstalten der Staatssicherheit in der DDR. Diese Einrichtungen existierten parallel zu den offiziellen Gefängnissen der DDR. Das Regime verleugnete ihre Existenz, sie hatten keine gesetzliche Grundlage.

Eine Besonderheit der Neubrandenburger MfS-Untersuchungshaftanstalt war die große Bandbreite der Inhaftierten. Neben politischen Gefangenen und mutmaßlichen Spionen wurden hier auch systemnahe Personen wie Angehörige von Militär, Polizei und Zoll aus der gesamten DDR untergebracht. Zudem diente die Haftanstalt als Ort für Disziplinarmaßnahmen und Strafhaft gegen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit.

Bürgerberatung
Im Anschluss an die Führungen bietet das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg eine Beratung zur Einsicht in die Stasi-Unterlagen an. Eine Antragstellung ist direkt vor Ort an der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt möglich. Für die Antragstellung ist ein gültiges Ausweisdokument erforderlich.

Zeitzeugenführungen mit Thoralf Maaß
11:00 Uhr
13:00 Uhr
15:00 Uhr

Treffpunkt:
jeweils 15 Minuten vor Führungsbeginn an der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt auf dem Lindenberg, Neustrelitzer Straße 120 B (nach Beginn der Führung ist kein Einlass mehr möglich)

Dauer:
ca. 80 Minuten

Die Führung ist kostenfrei. Das Gelände ist nicht barrierefrei.

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