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Das herausstechende Anfeuern seiner Mannschaft rückt den Fan des 1. FC Union Berlin in den Fokus des Fotografen der Volkspolizei. Ost-Berlin, Stadion der Weltjugend: 1. FC Union Berlin – BFC Dynamo 1978

Das herausstechende Anfeuern seiner Mannschaft rückt den Fan des 1. FC Union Berlin in den Fokus des Fotografen der Volkspolizei. Ost-Berlin, Stadion der Weltjugend: 1. FC Union Berlin – BFC Dynamo 1978, Quelle: Landesarchiv Berlin, DVPBV Berlin, CRep. 303 Nr. 1640

Ausstellungseröffnung

Im Objektiv der Staatsmacht

Fußballfans im Blick von Stasi und Volkspolizei

Zeit

21. Mai 2026, 16:00 Uhr

Ort

Neubrandenburg
Turmstraße ("Boulevard")
17033 Neubrandenburg

Veranstalter

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg
Telefon: 030 18665-1600
E-Mail: neubrandenburg.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung widmet sich einem besonderen Kapitel der DDR-Geschichte: dem Spannungsfeld zwischen Fußballbegeisterung, gesellschaftlichem Alltag und staatlicher Kontrolle. Zahlreiche historische Fotografien werden gezeigt, die den Blick der Sicherheitsorgane auf Fußballfans in den 1970er und 1980er Jahren dokumentieren.

Fußballstadien in der DDR waren Ort sportlicher Begeisterung und boten Raum für Protest gegen die SED-Diktatur. „40 Meter im Quadrat – Minenfeld und Stacheldraht. Jetzt weißt Du wo ich wohne, ich wohne in der Zone" hallte es in den 80er Jahren von den Rängen. So gerieten Fußballfans ins Visier der Sicherheitskräfte und wurden von Zuschauern zu Beobachteten.

Mit verdeckten Methoden – getarnt als Sportreporter oder mit einer Kamera im Knopfloch – ermittelte der Staatssicherheitsdienst in und außerhalb der Stadien und hielt „verdächtige" Fußballanhänger fotografisch fest.

Der Klick des Auslösers war häufig der Beginn von politischer Repression und Strafverfolgung. Auch den Alltag in den Westen geflüchteter Fußballer, so genannter „Sportverräter", dokumentierte die Stasi minutiös. Die Open-Air-Ausstellung blickt durch die Linsen der Staatsmacht und rekonstruiert die Welt der Fans ebenso wie die Überwachungsmaschinerie des SED-Staates.

Programm der Ausstellungseröffnung:

  • 16:00 Uhr Eröffnung in der Turmstraße durch Oberbürgermeister Nico Klose, anschließend eine kurze Kuratorenführung durch Dr. Renè Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte)
  • 17:00 Uhr Zeitzeugengespräch mit dem 1983 geflüchteten Fußballspieler Dirk Schlegel (BFC Dynamo, Bayer 04 Leverkusen, VfB Stuttgart) und dem Chemie Leipzig-Fan Jens Fuge
    Moderation: Dr. Renè Wiese
    Ort: Stadtarchiv Neubrandenburg, Marktplatz 1, Eingang Darrenstraße, 17033 Neubrandenburg

 

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