Zeit
22. April 2026, 18:00 - 21:00 Uhr
Ort
Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
Haus 22 - 1. OG. Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei zugänglich.
10365 Berlin
Veranstalter
Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv
Normannenstraße 21a
10365 Berlin
Telefon: 030 18665 6699
E-Mail: campus@bundesarchiv.de
Eintrittspreise
Der Eintritt ist frei.
Wer in der DDR als „asozial“ galt, riskierte nicht nur Haft – oft stand auch der Entzug der eigenen Kinder im Raum. Die neue Studie „Aufarbeitung Zwangsadoptionen in der SBZ/DDR 1945–1989“ zeigt, wie weitreichend die Möglichkeiten der Jugendhilfe waren und wie leicht soziale Notlagen und abweichende Lebensentwürfe in moralisches Fehlverhalten umgedeutet wurden.
Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Karsten Laudien (Co-Projektleiter der Studie), Prof. Dr. Thomas Lindenberger (Vorstudie zu DDR-Zwangsadoptionen) und Tim Steinwender, der seiner jugendlichen Mutter weggenommen wurde. Er erforschte die Geschichte seiner Familie, unter anderem anhand von Stasi-Unterlagen. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage, wie Kindesentzug, das Stigma „asozial“ und die Kriminalisierung nach § 249 zusammenwirkten – und was dieses Systemunrecht für die Betroffenen bis heute bedeutet.
Moderation: Dr. Michael Schäbitz (exhibeo, Co-Kurator der Ausstellung)
Diese Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Erziehung durch Arbeit".
Link zur Ausstellung "Erziehung durch Arbeit"