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Zeitzeugengespräch

Lügen, manipulieren, hintergehen

Was man von den Stasi-Methoden ahnte, und was die Akten erzählen

Zeit

28. Oktober 2026, 18:00 - 20:00 Uhr

Ort

Stadtbibliothek Gera
Puschkinplatz 7a
07545 Gera
Telefon: 030 186654211
E-Mail: gera.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Veranstalter

Weimarer Rendezvous. Internationales Geschichtsfestival in Thüringen

Mitveranstalter

Stadtbibliothek Gera
Puschkinplatz 7a
07545 Gera

Thüringer Landeszentrale für politische Bildung
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt

Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Gera
Hermann-Drechsler-Straße 1, Haus 3
07548 Gera
Telefon: 030 18665-4211
E-Mail: gera.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Die geheimdienstlichen, und rechtswidrigen Methoden der Staatssicherheit der DDR waren so berüchtigt, dass sie bis heute als „Stasi-Methoden“ bekannt sind. Nicht nur Beobachtung, Observierung und der Einsatz zahlloser Spitzel, sondern auch Druck, Manipulation und bloße Lüge zählten zu ihrem Repertoire.

Vieles davon ahnte oder wusste man, doch das ganze Ausmaß und die Akribie zeigten sich erst nach dem Ende der DDR und dank der Sicherung großer Teile der Stasi-Akten sowie ihrer Bereitstellung für die Öffentlichkeit.

Nach einer kurzen Einführung in die Arbeitsweise der Staatssicherheit durch den Historiker Christian Hermann kommen wir mit Lothar Rochau ins Gespräch. Der damalige Hallenser Jugenddiakon wurde 1983 inhaftiert und von der BRD freigekauft. In Frankfurt am Main studierte er soziale Arbeit und war als Sozialarbeiter tätig. Am Tag nach dem Mauerfall ging er in die DDR zurück und engagierte sich bei der Entwicklung neuer gesellschaftlicher Strukturen. Die erste Einsicht in seine Stasi-Akte 1993 gewährte tiefe Einblicke in seine Überwachung, doch erst ein Wiederholungsantrag ermöglichte eine wirkliche Aufarbeitung.

In seiner Autobiografie „Marathon mit Mauern. Mein deutsch-deutsches Leben“ hat Lothar Rochau seine Erinnerungen und die Erkenntnisse aus seiner Akteneinsicht verarbeitet. Wie viel von dem, was er später herausfand, wusste und ahnte er schon damals?

Mit:

Christian Hermann, Historiker und wissenschaftlicher Projektmitarbeiter in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt. Er arbeitet aktuell in einem partizipativen Forschungsprojekt der Universität und der Stadt Erfurt zur Transformationszeit in Erfurt.

Lothar Rochau, Sozialarbeiter, Marathonläufer, Buchautor und war Bürgerrechtler in der ehemaligen DDR.

Moderation: Sandra Meenzen, Historikerin und Sachgebietsleiterin im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv, Außenstelle Gera. Sie begleitete und unterstützte Lothar Rochau bei seiner Akteneinsicht.

Begrüßung: Dr. Andreas Braune, wissenschaftlicher Leiter des Weimarer „Rendez-vous mit der Geschichte“, ein jährliches Geschichtsfestival in Weimar

 

Eine gemeinsame Veranstaltung des Weimarer „Rendez-vous mit der Geschichte“, des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archiv, Außenstelle Gera und der Stadtbibliothek Gera

Mit Unterstützung der Thüringer Landeszentrale für politische Bildung

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