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Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei der ehemaligen Kreisdienststelle Schwerin

Vorverdichtungs-, Such- und Hinweiskartei der ehemaligen Kreisdienststelle Schwerin, Quelle: BStU

Vortrag und Führung

Samstag im Archiv

Echos aus Ungarn

Zeit

07. November 2026, 14:30 Uhr

Ort

Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin
Görslow, Resthof
19067 Leezen
Telefon: 030 18665 -1400

Veranstalter

Bundesarchiv, Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin
Görslow, Resthof
19067 Leezen
Telefon: 030 18665 -1400

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

Einmal im Monat geben wir Ihnen Einblick in die Arbeitsweisen und Überlieferungen der DDR-Geheimpolizei. Sie können Vorträge, Podiumsdiskussionen oder Zeitzeugengespräche zu Themen aus den Stasi-Akten besuchen. Zusätzlich ist der Antrag auf persönliche Einsicht in die Stasi-Unterlagen möglich. Bitte bringen Sie dafür ein gültiges Ausweisdokument mit.

Vortrag

Echos aus Ungarn

Vor 70 Jahren endete in diesen Tagen der Traum von Freiheit in Ungarn blutig: Sowjetische Truppen schlugen seit dem 4. November die begonnene Revolution nieder und erklärten die demokratische Übergangsregierung für abgesetzt. Es sollte Wochen dauern, bis der Aufstand endgültig zusammenbrach.

In seinem Vortrag „Echos aus Ungarn. Der Aufstand 1956 und sein Widerhall im Norden der DDR“ nimmt Dr. Ronny Heidenreich (Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv) die Ereignisse von damals und die Reaktionen der DDR-Staatssicherheit in den Blick. Der Aufstand in Ungarn erschütterte damals die ganze Welt. Gerade im sowjetischen Machtbereich wurden die Vorgänge aufmerksam beobachtet und lehrten nicht nur in der DDR den Herrschenden das Fürchten. Ostdeutschland hatte zwar 1953 einen eigenen Volksaufstand erlebt, doch war die Welt 1956 in vielerlei Hinsicht eine andere. So kam die Gefahr für die Mächtigen nicht nur aus der Bevölkerung, sondern auch aus den eigenen Reihen. Mehr noch zeigte paradoxerweise gerade die ungarische Revolution, dass Repression allein die Herrschaft des Kommunismus nicht sichern konnte.

Archivführung

Das Ministerium für Staatssicherheit sammelte massenhaft Daten, nicht nur in seiner Zentrale in Berlin, sondern auch in Archiven der Dienststellen in den DDR-Bezirksstädten. Das Schweriner Archiv verwahrt neben Akten, Karteikarten auch Fotos auch Objekte der DDR-Geheimpolizei. Insgesamt lagern hier etwa 2.370 laufende Meter an Unterlagen. Sie zeigen Aufbau, Arbeits- und Wirkungsweise der Staatssicherheit im ehemaligen Bezirk Schwerin, dokumentieren aber auch Geschichten von Zivilcourage und Widerstand.

Die Führungen starten im Anschluss an den Vortrag.

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