Zur politischen Situation im Zeitraum 1918 bis 1933 siehe den Epochen-Leitfaden Quellen zur Weimarer Republik (1918-1933).
Zur militärischen Situation in Deutschland 1918 bis 1933
Auch mit dem Ende des Ersten Weltkrieges, mit der deutschen Kapitulation, bestanden die deutschen Streitkräfte – Deutsches Heer, bzw. Preußische Armee, Kaiserliche Marine, Kaiserliche Schutztruppen – bis zu ihrer Demobilisierung weiter. Die Reichsregierung stützte sich militärisch zunächst auch noch auf die Spitzenbehörden und intakten Truppenteile der Preußischen Armee. Gleichzeitig wurden aus Freiwilligen sog. Freikorps und andere Freiwilligenformationen aufgestellt. Diese Formationen taten sich hauptsächlich im Kampf gegen revolutionäre Bestrebungen hervor, schreckten dabei vielfach auch vor Gewaltverbrechen nicht zurück und waren insgesamt durch die Reichsregierung nur sehr eingeschränkt kontrollierbar. Parallel wurden ab 1919 neue Streitkräfte aufgebaut: die Reichswehr (bis 1921 als Vorläufige Reichswehr) mit ihren Teilen Reichsheer und Reichsmarine. Teile der Vorläufigen Reichswehr und einzelne Angehörige standen beim Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920 auf Seiten der Putschisten. Die Freikorps gingen 1921 zum Teil in das Reichsheer ein, zum Teil wurden sie aufgelöst. Andere Freiwilligenformationen bestanden teilweise zunächst noch weiter. Maximaler Umfang und wesentliche Aspekte der Bewaffnung der Reichswehr wurden durch den Versailler Vertrag vorgegeben. Luftstreitkräfte waren dem Deutschen Reich untersagt. Eine Besonderheit stellten die in China (National-China) ab 1929 im Rahmen privater Verträge tätigen deutschen militärischen Berater dar.
Quellen im Bundesarchiv
Die Überlieferung der Reichswehr, sofern sie noch vorhanden ist, befindet sich in der Abteilung Militärarchiv des Bundesarchivs am Standort Freiburg. Die wenige noch vorhandene Überlieferung der Freikorps und sonstigen Freiwilligenformationen befindet sich teilweise im Militärarchiv, teilweise aber auch in Landesarchiven. Personenbezogene Unterlagen befinden sich in der Abteilung Deutsches Reich des Bundesarchivs in Berlin-Tegel.
Ansprechpartner
Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv
Wiesentalstraße 10
79115 Freiburg
Telefon: 030 18 665-1149
E-Mail: militaerarchiv@bundesarchiv.de
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Dr. Thomas Menzel
Stand: Februar 2026