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Restitutionskarteikarte für eine Zeichnung mit dem Titel "Lady in bed and maid"

Restitutionskarteikarte für eine Zeichnung mit dem Titel "Lady in bed and maid", Quelle: BArch, B 323/707

Quellen zu Kulturgutverlagerungen im NS-Kontext aus der Nachkriegszeit (ab 1945)

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Recherchestrategien

Die Vorgänge im Dritten Reich spiegeln sich im Archivgut von Stellen der Bundesrepublik Deutschland wieder, die mit der Restitution und Wiedergutmachung von Raub und Enteignung befasst waren. Die vollständig digitalisierten Akten des Bestands B 323 (Treuhandverwaltung von Kulturgut bei der Oberfinanzdirektion München) ergänzen die Überlieferung aus der Zeit des Deutschen Reichs. Mit diesem Schriftgutbestand korrespondieren der Bildbestand B 323 Bild und der Schriftgutbestand des B 401 (Bundesamt für äußere Restitutionen) der Restitutionsverfahren insbesondere zu Kulturgütern dokumentiert. Unterlagen über Rückerstattungen in der Nachkriegszeit im Bestand B 126 (Bundesministerium der Finanzen) beleuchten die Folgen des Kulturgutraubs. Die Aktivitäten des ERR insgesamt werden in Beständen aus der Nachkriegszeit gespiegelt, darunter sogar in der dienstlichen Überlieferung des Bundesarchivs selbst (B 198). Auch in Beständen des Lastenausgleichsarchivs des Bundesarchivs in Bayreuth sind Spuren des Kulturgutraubs zu finden (OSTDOK 13).

Auswahl relevanter Archivbestände

Die hier aufgezeigten Quellen und Hinweise geben eine Orientierung über für Provenienzforschung zu Kulturgutentzug und Kulturgutverlagerungen relevante Quellen des Bundesarchivs aus der Zeit nach 1945. Die Übersicht ist nicht abschließend. Bitte beachten Sie im Rahmen Ihrer Recherchen auch die zum Teil sehr umfangreichen Informationen zu Einzelbeständen in invenio, die zur Überlieferungsgeschichte und inhaltlichen Schwerpunkten Auskunft geben.

 

 

NS-Archiv des Ministeriums für Staatsicherheit

  • Regal mit nationalsozialistischen Akten im Berlin Document Center (1947)
    Rechercheleitfaden

    Recherchieren zum NS-Archiv des MfS

    Im Bereich der Überlieferung von Stellen der DDR kann für Recherchen im Zusammenhang mit Kulturgutverlagerungen auch NS-Überlieferung beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) interessant sein. Das MfS nutzte aus der NS-Zeit überwiegend personenbezogene Unterlagen für „operative“ Zwecke. Die vielfach aus ihrem originalen Entstehungszusammenhang herausgerissenen Dokumente wurden dabei zu neuen Vorgängen formiert. Bitte beachten Sie, dass die als „NS-Archiv“ am Standort Berlin-Lichterfelde verwahrte Sammlung gesonderten Zugangsregelungen unterliegt.