Soldaten der Panzergrenadier-Division „Feldherrnhalle“ beim Appell in Nimes (Frankreich), Staffel Heeresgruppe D,
Quelle:
BArch, Bild 101I-684-0003A-23 / Jesse
Unterlagen zum Einsatz von Truppenteilen des Heeres im Zweiten Weltkrieg
Hier finden Sie Hinweise zur Recherche in den Beständen des Bundesarchivs zu den Unterlagen zum Einsatz von Truppenteilen des Heeres im Zweiten Weltkrieg.
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Einführende Informationen
Diesen Leitfaden können Sie beispielsweise verwenden, um mehr über die Einsätze bestimmter Truppenteile des Heeres zu erfahren, denen ein Verwandter angehörte. Hierfür ist es wichtig, die konkreten Bezeichnungen dieser Truppenteile zu kennen. Falls Ihnen diese nicht bekannt sind, können Sie sich zunächst mit einer Anfrage an die Abteilung Deutsches Reich des Bundesarchivs wenden.
Falls Sie Informationen zu Tätigkeiten der Wehrmacht an bestimmten Orten oder in einer bestimmten Region suchen, aber den genauen Namen der beteiligten Truppenteile nicht kennen, empfehlen wir Ihnen zunächst den Rechercheleitfaden Ortsbezogene Recherche zu Truppenteilen im Zweiten Weltkrieg.
Ähnliche Rechercheleitfäden wie dieser existieren auch zu den Truppenteilen der Luftwaffe und der Waffen-SS. Ein Rechercheleitfaden zu den Truppenteilen der Marine ist in Arbeit.
Die Überlieferung der Truppenteile des Heeres zeichnet sich durch umfassende Lücken aus. Oftmals sind von Regimentern, Bataillonen, Abteilungen und sonstigen kleineren Einheiten sowie Dienststellen nur noch Aktenfragmente oder überhaupt keine Unterlagen überliefert. Lediglich in seltenen Fällen ist bei derartigen Truppenteilen mit umfangreichem Quellenmaterial zu rechnen. Die Kriegstagebücher der Divisionen brechen zum überwiegenden Teil schon im Jahr 1943 ab. Aufzeichnungen von den letzten Kriegswochen sind allenfalls noch auf zentraler militärischer Ebene zu finden, z. B. in den Beständen RH 2 (Generalstab des Heeres), RW 4 (Wehrmachtführungsstab) und in den Beständen der Kommandobehörden (Heeresgruppen, Armeen und Korps). Diese massiven Überlieferungslücken sind auf Feindeinwirkungen im Laufe des Zweiten Weltkriegs, Unfälle sowie Vernichtungsaktionen gen Ende des Krieges zurückzuführen.
Das Heeresarchiv Potsdam übernahm laufend die Kriegstagebücher samt Anlagenbände aller Truppenteile des Heeres. Ende Februar 1942 kam es dort zu einem Brand, der zahlreiche Akten beschädigte und zum Teil zerstörte. Mit Zunahme der Bombardements deutscher Städte durch die Westalliierten wurde 1943 mit der Auslagerung von Archivgut begonnen. Dieser Prozess erfolgte jedoch nur schleppend. Als schließlich am 14. April 1945 Potsdam bombardiert wurde, erlitt das Heeresarchiv einen Volltreffer und brannte nahezu vollständig aus. Akten, die nicht im Vorfeld ausgelagert wurden, gerieten dadurch größtenteils in Verlust. Davon waren insbesondere die Akten der Regimenter, Bataillone, Abteilungen und sonstigen kleineren Einheiten sowie Dienststellen betroffen. Diejenigen Akten, die den Brand überstanden, wurden von der Roten Armee erbeutet und in verschiedene Archive der ehemaligen Sowjetunion überführt, wo sie bis heute lagern.
Kurz vor der Einschließung Berlins war es noch möglich, in zwei Transporten von je vier bis sechs Eisenbahnwaggons die Kriegstagebücher samt Anlagenbände der Heeresgruppen, Armeen, Armeekorps und Divisionen, die zuvor ausgelagert wurden, nach Blankenburg im Harz zu verbringen. Dieses Archivgut beschlagnahmten schließlich die Westalliierten. Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre erfolgte die Rückgabe des Archivguts an die Bundesrepublik. Seitdem wird es im Bundesarchiv verwahrt.
Quellen im Bundesarchiv
Primäre Überlieferung zu Truppenteilen des Heeres
Unter der primären oder auch amtlichen Überlieferung versteht man die Originalunterlagen, die direkt von militärischen Dienststellen, Truppenteilen oder Behörden während ihrer Tätigkeit erstellt wurden. Das Bundesarchiv verwahrt sowohl Personalunterlagen von Angehörigen als auch Sachakten von Truppenteilen des Heeres.
Die Personalunterlagender Soldaten aller Dienstgrade der Wehrmacht werden von der Abteilung Deutsches Reich des Bundesarchivs in Berlin-Tegel verwahrt. Wenn Sie personenbezogene Auskünfte zu einzelnen Militärangehörigen suchen (z. B. zu Personalakten, Krankenbucheinträgen oder Verlustmeldungen), können Sie sich mit Ihrem Anliegen an diese Abteilung wenden. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Personenbezogene Unterlagen militärischer Herkunft.
Die Archivierung der Sachakten der Truppenteile des Heeres erfolgt in der Abteilung Militärarchiv. Oft wird gefragt, ob man in den Sachakten der Truppenteile, z.B. in den amtlichen Kriegstagebüchern, Hinweise zu den Aufgaben und dem Schicksal von einzelnen Soldaten finden kann. Das ist aber normalerweise nicht der Fall. Diese Sachakten enthalten Informationen zu Organisation, Dienstbetrieb und Einsatz eines Truppenteils bzw. einer Dienststelle. Aber einzelne Soldaten werden darin nicht genannt. Nur bei Offizieren kann es vorkommen, dass diese in den Akten namentlich erwähnt werden, da diese unter anderem Befehle verfassten oder abzeichneten.
Die Recherche nach einem konkreten Truppenteil
Im Folgenden wird die Vorgehensweise bei der Recherche nach Archivgut von Truppenteilen des Heeres anhand eines Praxisbeispiels Schritt für Schritt erläutert.
Als Beispiel für die Recherche dient im Folgenden die 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 133.
Über diesen Link gelangen Sie in invenio, dem Recherchesystem des Bundesarchivs, zu den Beständen der verschiedenen Waffengattungen des Heeres (z.B. Infanterie, Artillerie oder Panzertruppe). Wenn Sie in der Tektonik im linken oberen Bildschirmbereich auf das „+“ links neben dem Punkt „Weitere Einheiten“ klicken, klappen die einzelnen Bestände aus.
Da es sich bei dem gesuchten Truppenteil um eine Einheit der Infanterie handelt, ist hier der Bestand RH 37 (Verbände und Einheiten der Infanterie des Heeres) relevant. Ein Klick auf diesen Bestand öffnet die zugehörige Bestandsbeschreibung.
In diesem Video zeigen wir Ihnen, wie Sie vom invenio-Startbildschirm bis zum gesuchten Bestand RH 37 navigieren können.
Die Bestandsbeschreibung enthält nützliche Informationen zur Laufzeit und Umfang des Bestandes, Hinweise auf verwandte Bestände und Sekundärliteratur oder auch Informationen zur Geschichte und zum Inhalt des Bestandes. Die einzelnen Abschnitte können ebenfalls über das nebenstehende „+“ geöffnet werden.
Um nun von dieser Übersichtsseite zum gesuchten Truppenteil und seinen überlieferten Unterlagen zu gelangen, ist die Klassifikation (quasi das Inhaltsverzeichnis des Bestandes) im linken unteren Bildschirmbereich wichtig. Die Unterlagen der Truppenteile des Heeres sind innerhalb der Klassifikationen in der Regel auf der Ebene der Regimenter, Abteilungen oder Bataillone verzeichnet und nicht auf der untergeordneten Ebene der diesen zugehörigen Kompanien, Zügen, Batterien etc. (mehr Informationen über diese verschiedenen Truppenteil-Bezeichnungen und ihr Verhältnis zueinander erhalten Sie in unserem Rechercheleitfaden „Die Heeresstruktur der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg").
Ein Blick auf die Klassifikation des Bestandes RH 37 zeigt, dass in diesem Bestand zunächst auf der Ebene der Regimenter nach dem Infanterie-Regiment 133 gesucht werden muss, bevor die Suche auf die 7. Kompanie eingegrenzt werden kann.
Um zum Infanterie-Regiment 133 zu gelangen, muss zunächst der Klassifikationspunkt „RH 37 – Teil I: Infanterie-Regimenter / Grenadier-Regimenter“ und darin der Unterpunkt „3 Infanterie-Regimenter mit Nummern“ geöffnet werden. Darin folgt nun eine Auflistung aller Infanterie- bzw. Grenadier-Regimenter in numerisch aufsteigender Reihenfolge (für einen besseren Überblick über diese Liste lässt sich das Klassifikationsfeld über die drei Punkte an dessen rechten und oberen Rändern beliebig weit in die Höhe und Breite ziehen). Ein Klick auf den Klassifikationspunkt „3.116 Infanterie-Regiment 133 / Grenadier-Regiment 133 (45. Inf. Div.)“ lässt auf der rechten Bildschirmseite eine Liste aller Archivalien erscheinen, die zu diesem Truppenteil überliefert sind. Pro Seite werden bis zu 50 Archivalien angezeigt.
In einigen Fällen werden im Titel oder im enthält-Vermerk der Archivalien spezifische Einheiten des jeweiligen Regiments explizit erwähnt: Im Klassifikationspunkt des Infanterie-Regiments 133 bezieht sich zum Beispiel die Akte mit der Signatur RH 37/6796 auf die gesuchte Kompanie (Titel: „7. Kompanie.- Tagesübersicht (Westen)“). Da die 7. Kompanie 1940 dem II. Bataillon des Infanterie-Regiments 133 angehörte, kann aber beispielsweise auch die Akte RH 37/6491 (Titel: „II. Bataillon.- Regimentsbefehle u. -Gefechtsberichte sowie Berichte vom Angriff über die Aisne“) wichtige Informationen enthalten.
Aber auch wenn die gesuchte Einheit nicht explizit aufgeführt wird, lohnt es sich möglicherweise, die jeweiligen Archivalien einzusehen. So trägt die Akte RH 37/7285 beispielsweise lediglich den Titel „Gefechtsbericht (Polen)“. Dennoch ist es durchaus möglich, dass sich darin auch Informationen zur gesuchten 7. Kompanie befinden.
Dieses Video zeigt Ihnen, wie Sie innerhalb der Klassifikation von RH 37 zu den überlieferten Archivalien des Infanterie-Regiments 133 gelangen und deren Digitalisate - sofern vorhanden - einsehen können.
Die Recherche in der Überlieferung des vorgesetzten Truppenteils
Es ist leider nicht unüblich, dass von einem gesuchten Truppenteil keine Unterlagenmehr überliefert sind und er deswegen auch nicht in der Klassifikation des jeweiligen Bestandes auftaucht. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass sich in den Beständen des Militärarchivs überhaupt keine Informationen zu diesem Truppenteil finden lassen.
Oft können Hinweise zu kleineren Einheiten wie Regimentern, Bataillonen, Abteilungen, Kompanien etc. in den Kriegstagebüchern und sonstigen Unterlagen der vorgesetzten Truppenteile bzw. Dienststellen (z.B. Divisionen, Armeekorps, Armeen und Heeresgruppen) enthalten sein. Um deren Namen in Erfahrung zu bringen, können Sie auf das Überblickswerk “Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939 – 1945“ von Georg Tessin und die Organisationskartei des Allgemeinen Heeresamtes zurückgreifen. Digitalisierte Versionen sowie hilfreiche Tipps zur Recherche in diesen Hilfsmitteln finden Sie über die Internetseite des Bundesarchivs. Häufig sind darin auch Informationen zu Aufstellung und Gliederung sowie grobe Angaben zu den Einsatzorten der jeweiligen Einheit zu finden.
Der Eintrag zum Infanterie-Regiment 133 befindet sich im Band 7 („Die Landstreitkräfte 131-200“) des Überblickswerks von Georg Tessin auf Seite 12.
Eintrag zum Infanterie-Regiment 133 in Band 7 des Überblickswerks „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939 – 1945“ von Georg TessinQuelle: „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS 1939 – 1945“ von Georg Tessin, Band 7, Seite 12
Das Unterstellungsverhältnis des Infanterie-Regiments 133 (ab 1942 unter der Bezeichnung Grenadier-Regiment 133) ist unter „U:“ aufgelistet: Beim vorgesetzten Truppenteil handelt es sich um die 45. Infanterie-Division, die 1944 als 45. Grenadier-Division neu aufgestellt und später in 45. Volksgrenadier-Division umbenannt wurde. Die verschiedenen Einsatzorte sind wie folgt angegeben: 1939 Polen, 1940 Frankreich, 1941/44 Mittelrussland (Tula, Orel, Bobruisk), später Weichselbogen, Schlesien.
Nachdem Sie die jeweils vorgesetzten Truppenteile bzw. Dienststellen ermittelt haben, können Sie Ihre Recherche fortsetzen. Dabei gilt es zu beachten, dass Truppenteile des Heeres auch Truppenteilen der Waffen-SS und der Bodentruppen der Luftwaffe unterstehen konnten. Zu den Beständen der verschiedenen Kommandobehörden, Verbände und Einheiten gelangen Sie in der Tektonik von invenio über die folgenden Links:
Die Unterlagen der 45. Infanterie-Division sind in der Tektonik im Bereich des Heeres unter „Divisionen“, speziell im Unterpunkt „Infanterie-Divisionen“ zu suchen. Der relevante Bestand hier lautet RH 26-45 (45. Infanterie-Division / 45. Grenadier-Division / 45. Volks-Grenadier-Division). Einen guten Ausgangspunkt für die Recherche in diesem Bestand bilden die Kriegstagebücher und deren Anlagenbände im Klassifikationspunkt der Abteilung Ia (Führungsabteilung).
Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie aus dem Überblickswerk von Georg Tessin den richtigen Band zum gesuchten Truppenteil heraussuchen können und wie Sie anschließend in invenio zur Überlieferung der vorgesetzten 45. Infanterie-Division gelangen.
Liefert auch die Überlieferung der vorgesetzten Division keine zufriedenstellenden Informationen, ist es möglich, die Suche schrittweise auf die nächsthöheren Ebenen auszuweiten: Das sind in der Regel die Armeekorps, die Armeen und die Heeresgruppen. Auch hier lassen sich die genauen Namen des jeweils vorgesetzten Truppenteils über das Überblickswerk von Georg Tessin in Erfahrung bringen. Bedenken Sie dabei jedoch bitte, dass der Detailgrad bei diesen vorgesetzten Truppenteilen merklich abnimmt und in derartigen Unterlagen zu kleineren Einheiten bzw. Dienststellen nur wenige oder keine Informationen existieren. Sie eignen sich jedoch für einen breiten Überblick zum Kriegsgeschehen.
Hinweis zur Recherche nach Fotos
In den Schriftgutbeständen der Abteilung Militärarchiv sind Fotos nur gelegentlich anzutreffen. Für eine Suche nach Fotos mit militärischem Hintergrund eignet sich das Digitale Bildarchiv des Bundesarchivs in Koblenz. Im Digitalen Bildarchiv können Sie auch selbst online recherchieren.
Dabei gilt es zu bedenken, dass noch längst nicht alle Fotos aus dem Bildarchiv digitalisiert wurden. Falls Sie also die gewünschten Fotos online nicht finden können, empfiehlt es sich, beim Bildarchiv anzufragen.
Aufgrund der immensen Schriftgutverluste lassen sich viele Fragen zum Einsatz der Truppenteile des Heeres im Zweiten Weltkrieg anhand der amtlichen Überlieferung leider nicht adäquat beantworten. Das Bundesarchiv stellt jedoch eine sehr umfangreiche Ersatzüberlieferung bereit. So verwahrt die Abteilung Militärarchiv mehrere hundert Nachlass- und Sammlungsbestände zur deutschen Militärgeschichte aus privater Herkunft.
Im Bestand MSG 2 (Sachthematische und biographische Sammlung zur deutschen Militärgeschichte 1849-1945)befinden sich unter anderem private Tagebücher, Feldpostbriefe sowie Erlebnisberichte von ehemaligen Soldaten des Heeres. Da der Bestand sehr umfangreich ist, empfiehlt es sich, eine Eingrenzung auf diesen in der allgemeinen Suche durchzuführen und anschließend mit Schlagworten zu operieren. Zu beachten ist hierbei, dass die Schlagwortsuche den Inhalt der mit den Archivalien verknüpften Digitalisate nicht in die Suche miteinbezieht, sondern nur in den inhaltlichen Beschreibungen der Archivalien, den sogenannten Erschließungsinformationen, sucht. Im Gegensatz zur Recherche über eine gewöhnliche Suchmaschine muss die Suche in invenio mit möglichst präzisen Suchbegriffen erfolgen. Häufig ist auch die Verwendung eines Platzhalters (*) hilfreich. Ein sinnvoller Suchbegriff für das Infanterie-Regiment 133 könnte wie folgt lauten: Inf*Reg* 133*. Nähere Informationen zur invenio-Suchfunktion finden Sie in der invenio-Hilfe.
Daneben existieren im Bundesarchiv weitere eigenständige militärgeschichtliche Sammlungen. Deren Findbücher können Sie über den folgenden Link aufrufen.
Zahlreiche Angehörige der Truppenteile des Heeres organisierten sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Truppenkameradschaften beziehungsweise Traditionsverbänden. Das Bundesarchiv verwahrt mehrere dazu gehörende Bestände. Deren Findbücher erreichen Sie über diesen Link.
Sowohl die militärgeschichtlichen Sammlungen als auch die Bestände der Truppenkameradschaften beziehungsweise Traditionsverbände können Ausarbeitungen zum Kriegseinsatz enthalten.
Darüber hinaus verwahrt die Abteilung Militärarchiv auch zahlreiche Nachlässe von Angehörigen des Militärs wie N 54 (Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel). Die Nachlässe des Bundesarchivs sind alphabetisch nach Nachnamen geordnet und über diesen Link in invenio zu erreichen.
Bibliotheksgut
Im Bibliothekskatalog des Bundesarchivs können Sie nach möglicherweise vorhandenen Ausarbeitungen zu Truppenteilen suchen. Diese sind insbesondere dann sehr hilfreich, wenn kaum Akten zu den gesuchten Truppenteilen überliefert sind. Derartige Publikationen basieren zum Teil auf den Erinnerungen ehemaliger Angehöriger.
Unterlagen zum Einsatz von Truppenteilen des Heeres im Zweiten Weltkrieg einsehen
Allgemeines
Das Bundesarchiv hat die Aufgabe, Archivgut konservatorisch zu sichern, inhaltlich zu erschließen und zugänglich zu machen. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihren Recherchen und ermöglichen Ihnen die selbstständige Benutzung des Archivguts.
Sie können sich über die Bestände und Akten auf der Internetseite des Bundesarchivs informieren. Mit der Suchmaschine invenio können Sie in unseren Beständen selbstständig recherchieren. Die invenio-Hilfe umfasst hierzu nützliche Tipps.
Im Glossar auf unsere Internetseite finden Sie hilfreiche Erklärungen zu archivischen Fachbegriffen.
Online einsehen
Das Bundesarchiv verfolgt das Ziel, sämtliche Bestände der Wehrmacht und Waffen-SS zu digitalisieren und online zugänglich zu machen. Aufgrund der schieren Menge an Akten wird es jedoch noch mehrere Jahre dauern, bis dieses Ziel erreicht wird.
Bisher wurden vor allem die Akten der Spitzenbehörden und der Heeresgruppen digitalisiert. Im Falle der Armeen, Armeekorps, Divisionen, Wehrkreiskommandos und territorialen Befehlshaber sowie Kommandanturen liegt eine thematische Auswahl an digitalisierten Beständen vor. Von Regimentern, Bataillonen, Abteilungen und sonstigen kleineren Einheiten sowie Dienststellen gibt es hingegen nur einzelne Digitalisate.
Digitalisierte Akten können Sie online über invenio einsehen oder sich die Scans herunterladen. Ob zu bestimmten Archivalien bereits Digitalisate existieren, können Sie in invenio auf der Ebene der einzelnen Archivalien an dem blauen Button „Digitalisat anzeigen“ erkennen.
Bitte beachten Sie, dass aufgrund der angesprochenen Digitalisierungsbestrebungen des Bundesarchivs einzelne Bestände der Truppenteile des Heeres temporär nicht für die Benutzung bereitstehen können. Nähere Hinweise finden Sie auf unserer Seite zu den temporär gesperrten Beständen.
Weitere Möglichkeiten
Für die Benutzung von Archivgut, das nicht digitalisiert vorliegt, haben Sie drei Möglichkeiten:
Benutzungshinweise für die Ersatzüberlieferung zu Truppenteilen des Heeres
Die Unterlagen der eigenständigen militärgeschichtlichen Sammlungen und der Bestände der Truppenkameradschaften beziehungsweise Traditionsverbände liegen im Bundesarchiv aufgrund von privatrechtlichen Vereinbarungen vor. Besondere Benutzungsbedingungen bestehen nicht. Die Benutzung der Unterlagen unterliegt keinen anderen Bedingungen als der Beachtung der Persönlichkeitsrechte Betroffener und Dritter. Zu diesen zählen insbesondere auch die aus dem Urheberrecht erwachsenden Nutzungs- und Verwertungsrechte.
Wir bitten Sie deshalb, für eine Einsichtnahme in diese Bestände neben Ihrem Benutzungsantrag auch die Besondere Verpflichtungserklärung für die Nutzung von Archivgut privater Herkunft einzureichen. Da es sich bei den genannten Beständen um Unterlagen privater Herkunft handelt, ist für die Benutzung die Unterzeichnung einer solchen Erklärung erforderlich. Sie verpflichten sich damit, die schutzwürdigen Belange von Personen, die in den Unterlagen genannt werden, angemessen zu wahren und Urheberrechte zu beachten.
Außerdem enthalten diese Bestände Unterlagen, die noch Schutzfristen nach dem Bundesarchivgesetz unterliegen. Für die Einsichtnahme ist aber eine Schutzfristverkürzung möglich. Sie müssen dafür einen Antrag auf Schutzfristverkürzung stellen.
Beim Bestand MSG 2 ist, da es sich um eine Sammlung zahlreicher privater Abgaben handelt, stets eine individuelle Prüfung der Akten und deren Rechtesituation nötig. Wenn Sie Akten gefunden haben, die Sie gern einsehen möchten, dann bitten wir Sie, uns deren Archivsignaturen mitzuteilen. In der Regel ist die Benutzung von Akten aus MSG 2 nicht an besondere Benutzungsbedingungen geknüpft und die Unterzeichnung einer besonderen Verpflichtungserklärung genügt. Die Rechtesituation erfordert jedoch eine der Benutzung vorausgehende Prüfung. Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis.
Auch die einzelnen Nachlass-Bestände müssen individuell auf die jeweils vorliegende Rechtesituation geprüft werden.
Weitere Quellen in anderen Archiven und Institutionen
Was finde ich wo? Welche Anträge muss ich ausfüllen? Und an wen wende ich mich mit meiner Rechercheanfrage? Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen für die Recherche von personenbezogenen Unterlagen militärischer Herkunft im Bundesarchiv bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
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