Geb. in Berggießhübel (Sachsen), Vater Eisenformer, Mutter Chemielaborantin;
1953 Abitur, Einstellung beim MfSMinisterium für StaatssicherheitDas Ministerium für Staatssicherheit (umgangssprachlich oft kurz "Stasi") war politische..., Abt. V der BV Dresden;
1953/54 Besuch eines Funkerlehrgangs des MfS;
1954 Versetzung zur HAHauptabteilungOrganisationsstruktur in der MfS-Zentrale, die durch den Minister oder einen seiner Stellvertreter... S (operative Technik) des MfS Berlin;
1954 SED;
1960 - 1965 Fernstudium an der Ingenieurschule Berlin- Lichtenberg und in Mittweida, Ingenieur für Hochfrequenztechnik;
1961 Entlassung aus disziplinarischen Gründen (schuldhafte Verursachung eines Verkehrsunfalls unter Alkoholeinfluss), jedoch weiterhin inoffizielle Arbeit für das MfS;
1963 neuerliche Einstellung, Abt. VIII der HV AHauptverwaltung ASpionageabteilung des MfS, deren Bezeichnung sich an die der Spionageabteilung des KGB, 1....;
1965 Versetzung zum BdL IIBüro der Leitung II1961 entstanden durch Zusammenführen unterschiedlich verteilter Aufgaben, vor allem die...;
1966-1968 Fernstudium an der JHS des MfS Potsdam, Diplom-Jurist;
1966 Operativstab beim 1. Stellv. des Ministers;
1971 Leiter des Bereichs III (FunkaufklärungFunkaufklärungDie Funkaufklärung entstand im Jahr 1966 als eigenständiges Arbeitsgebiet und bildete in der...) beim 1. Stellv. des Ministers (später Abt. bzw. HA III);
1974 Promotion zum Dr. jur. an der JHS;
1975 Oberst;
1979 Generalmajor;
Dezember 1989 von seiner Funktion entbunden;
Januar 1990 Entlassung, Rentner;
offenbarte sein Insiderwissen dem Bundesamt für Verfassungsschutz.
Jens Gieseke
Foto von Horst Männchen von seiner Kaderkarteikarte.Quelle: BStU, MfS, HA KuSch, Nr. 1567