Termine
- 7. Mai 2026 | 18:00 Uhr
Morgen beginnt das Leben (DR 1933, R: Werner Hochbaum, 77 Min.)
Ein Musiker hofft nach der Haftentlassung, seine Frau wiederzusehen. Gemeinsam, aber getrennt, irren beide durch Berlin auf der Suche nacheinander. Der 2025 vom Bundesarchiv digital restaurierte Film stellt einen der letzten Ausläufer der Weimarer Film-Avantgarde dar. Nach der Weltpremiere der restaurieren Fassung im New Yorker MoMA im Januar 2026 nun zum ersten Mal in Berlin.
Im Anschluss: Gespräch mit Dirk Förstner, Leiter der analogen Filmrestaurierung des Bundesarchivs
- 18. Juni 2026 | 22:00 Uhr
Open-Air-Kino: Filme von Buster Keaton, Charlie Chaplin, Joris Ivens und Ernö Metzer (dt. Zwischentitel, ca. 90 Min)
Das Programm vereint aufregende, nachdenkliche und heitere Kurzfilme. Analog projizierte Stummfilme unter freiem Himmel auf dem historischen Gelände des Bundesarchivs. Eine Kooperation mit dem mobilen Kinoprojekt Wanderkino.
Live-Musik-Begleitung von Tobias Rank
- 9. Juli 2026 | 18:00 Uhr
Petra Kelly – Act Now (D 2024, R: Doris Metz, 105 Min.)
Der Dokumentarfilm erzählt anhand von Interviews und Archivmaterial – auch aus dem Bundesarchiv – von der unkonventionellen und kämpferischen Polit-Aktivistin Petra Kelly und schlägt dabei die Brücke in die Gegenwart. Gewinner des deutschen Filmpreises 2025.
Im Anschluss: Gespräch mit Doris Metz (Regisseurin) und Vanessa Christopher-Trinks (Archive Producer)
- 13. August 2026 | 18:00 Uhr
Wir Wunderkinder (BRD 1959, R: Kurt Hoffmann, 108 Min.)
Was sahen die Kinogänger Berlins in Ost und West am 13. August 1961, dem Tag des Mauerbaus? Das Programm zeigt, was in einem West-Berliner Kino hätte laufen können: eine Satire über das Leben eines Mannes von der Kaiserzeit bis zum Wirtschaftswunder, inklusive historischer Werbung, Vorfilm und Wochenschau.
Analog dazu präsentiert das Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums am 16.08. ein Programm, wie es in Ost-Berlin hätte stattfinden können.
Einführung: Frederik Lang (Kurator)
- 10. September 2026 | 18:00 Uhr
Jahrgang 45 (DDR 1966/1990, R: Jürgen Böttcher, 97 Min.)
Einer der prominentesten Fälle der ostdeutschen Filmzensur: 1965 aufgrund der nicht-parteikonformen Darstellung von jungen Menschen verboten, konnte das Beziehungs- und Milieudrama erst 1990 seine Premiere erleben.
18 Uhr: Einführender Vortrag von Dr. Andreas Kötzing (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung)
- 15. Oktober 2026 | 18:00 Uhr
Home Movie Day: Amateurfilme von Hans Schaller, ca. 60 Min
In den Home Movies Hans Schallers, Kameramann, Fotograf und enger Freund Heinz Rühmanns, finden sich romantische, komische und ungewöhnliche Momente aus dem Leben der Reichen und Schönen Ende der 1930er und Anfang der 1940er Jahre. Doch auch darin spiegeln sich die Realitäten unter der Herrschaft der Nationalsozialisten.
Ab 14:00 Uhr: Begutachtung und ggf. Reparatur Ihrer eigenen Home Movies auf 8mm, Super8, 16mm, Video und digital im Foyer des Bundesarchivs www.bundesarchiv.de/home-movie-day
- 5. November 2026 | 18:00 Uhr
Im Rahmen der Finissage ist das komplette Filmwerk der Gebrüder Skladanowsky zu sehen. Von den „Lebenden Bildern“ aus den 1890ern bis zu Kurzfilmkomödien aus den 1910er-Jahren – zum ersten Mal in neu restaurierten digitalen Fassungen (ca. 60 Min)
Einige der Stummfilme sind mit speziell für sie komponierter Filmmusik unterlegt, andere werden mit Live-Musik begleitet
- 3. Dezember 2026 | 18:00 Uhr
Sam sobi Robinzon (Sein eigener Robinson) (UdSSR 1929, R: Lazar Frenkel, dt. UT, 58 Min.)
Ein junger Bücherwurm taucht in seine Romanwelten ein und erlebt die Abenteuer von Robinson Crusoe und weiteren literarischen Vorbildern.
Die vom Bundesarchiv 2025 realisierte Restaurierung des lange als verschollen geglaubten, poetischen ukrainischen Kinderfilms entstand in enger Zusammenarbeit mit internationalen Fachkollegen.
Stummfilm mit Live-Musik-Begleitung durch Daan van den Hurk
