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Der 9. November – „Schicksalstag der Deutschen“


Am 9. November fand eine Reihe von Ereignissen statt, die wegweisend oder einschneidend für die deutsche Geschichte waren. Aus diesem Grund bezeichnen Historikerinnen und Historiker dieses Datum auch als „Schicksalstag der Deutschen“. Auf dieser Webseite finden Sie eine chronologische Übersicht der Ereignisse sowie Links zu Archivgut aus dem Bundesarchiv und weiterführenden Beiträgen.

Zeitgenössische Kopie des am 8. November gefällten Todesurteils für Robert Blum vom 20. November 1848

1848: Hinrichtung Robert Blums

Am 8. November 1848 erhielt der Paulskirchenabgeordnete Robert Blum wegen seiner Beteiligung an der Verteidigung Wiens gegen österreichische Truppen das Todesurteil. Er starb nur einen Tag später durch ein Erschießungskommando. Die Hinrichtung Robert Blums veranschaulichte die Machtlosigkeit der Nationalversammlung und das Erstarken der Gegenrevolution. Im Bundesarchiv sind u. a. eine zeitgenössischen Kopie des Todesurteils und der Abschiedsbrief Blums an seine Frau überliefert.

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Philipp Scheidemann im Jahr 1918

1918: Ausrufung der Republik und Ende der Monarchie

Am 9. November 1918 rief der sozialdemokratische Politiker Philipp Scheidemann von einem Fenster des Reichstags die 1. deutsche Republik aus. Kurz zuvor hatte der Kaiser abgedankt – der Weg Deutschlands von der Monarchie zur Demokratie war geebnet. Doch die Republik existierte nur 15 Jahre. In unserem Themenportal „Weimar – Die erste deutsche Demokratie“ finden Sie Archivgut zum Thema.

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Straßensperre während des Hitler-Ludendorff-Putsches in München

1923: Hitler-Ludendorff-Putsch

Krisen beutelten die Weimarer Republik, die Demokratie stand am Abgrund. Am 8. und 9. November 1923 startete Adolf Hitler seinen ersten Versuch, die Macht zu übernehmen. Der Hitler-Ludendorff-Putsch scheiterte, doch die Grundlage für den Gründungsmythos des NS-Staats war geschaffen. In unserem Themenportal „Weimar – Die erste deutsche Demokratie“ finden Sie Dokumente zum Hitler-Ludendorff-Putsch.

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Jüdisches Bekleidungsgeschäft mit zerbrochenen Glasscheiben in Magdeburg, November 1938

1938: Reichspogromnacht

Vorboten des Völkermords – in der Reichspogromnacht organisierte das NS-Regime die reichsweite Zerstörung jüdischer Einrichtungen und antisemitische Gewaltakte. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten Synagogen, jüdische Menschen wurden geschlagen, ermordet oder in den Suizid getrieben.

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Farbaufnahme einer Menschenmenge vor dem Reichstag in Berlin

1989: Mauerfall

Nach 40 Jahren Teilung öffnete die DDR ihre Grenze. Die Mauer war gefallen, der erste Schritt auf dem Weg zur Wiedervereinigung gegangen. Mit dem Ende der SED-Herrschaft verband sich auch die Hoffnung auf Demokratie und Freiheit in Ostdeutschland. In unserem Themenportal „Wiedervereinigung“ finden Sie einen Beitrag mit Dokumenten aus dem Bundesarchiv zum Mauerfall.

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Weitere Ereignisse am 9. November

  • Reichsführer-SS Heinrich Himmler besucht das Grab von König Heinrich I. in Quedlinburg.
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    1925: Umbenennung von „Sturmstaffel“ in „Schutzstaffel"

    Am 9. November 1925 erhielt die Schutzstaffel (SS) ihren Namen. Sie wurde zu einem Instrument Adolf Hitlers und der NSDAP zur Sicherung der eigenen Herrschaft und Unterdrückung politischer Gegner.

  • Ausschnitt eines Berichts des Bundesinnenministeriums mit Maßnahmen im Zuge der studentischen Proteste Ende der 1960er Jahre
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    1967: Studentendemo an der Universität Hamburg

    Ein Symbol der 68er-Bewegung: Während der Amtseinführungsfeier des neuen Rektors der Universität Hamburg zeigten am 9. November 1967 Studenten ein Transparent. Auf diesem stand: „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“. Das Bundesarchiv verwahrt Akten zu den Studentenunruhen dieser Zeit, u.a. ein Bericht des Bundesinnenministeriums mit Maßnahmen im Zuge der studentischen Proteste.

  • Fahndungsplakat der RAF-Terroristen, 1970/1972 ca.
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    1974: Tod des RAF-Terroristen Holger Meins nach Hungerstreik

    Der ehemalige Filmemacher und Terrorist der Roten Armee Fraktion Holger Meins starb am 9. November 1974 in der Justizvollzugsanstalt Wittlich an den Folgen eines Hungerstreiks. Das Bundesarchiv verwahrt Akten des Generalbundesanwalts zur Strafsache gegen den „Baader-Meinhof-Komplex“ und Holger Meins.