Nach dem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ sind Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowohl Angehörige der Streitkräfte als auch Teil der Gesellschaft. Ob die im Zuge der „68er-Bewegung“ aufkommende Ablehnung der soldatischen Disziplin durch einige Wehrpflichtige oder die Diskussionen um die Rolle von Frauen bei der Bundeswehr – der Wandel gesellschaftlicher Werte machte am Kasernentor nicht halt.
Bereits die Aufstellung der Bundeswehr war begleitet von öffentlichen Debatten um eine Wiederbewaffnung Deutschlands. Durch die Friedensbewegung der 1980er Jahre, die sich gegen den NATO-Doppelbeschluss und den Einsatz von Atomwaffen richtete, distanzierten sich Teile der deutschen Bevölkerung weiter von der Bundeswehr.
Anhand von Archivalien im Bundesarchiv lassen sich die gesellschaftlichen Entwicklungen und öffentlichen Kontroversen in Zusammenhang mit den deutschen Streitkräften nachvollziehen.

