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65 Jahre: Verbot der KPD

Kalender 17. August 1956

Schnellbrief zur Meldung des Verbots der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), 18. August 1956

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) wird durch ein Urteil des Bundesverfassungsgericht vom 17. August 1956 für verfassungswidrig erklärt und verboten. Zu diesem Zeitpunkt hat die Partei etwa 85.000 Mitglieder.

Nach dem Verbot werden in großen westdeutschen Städten die Parteibüros geschlossen, Druckerein beschlagnahmt, Propagandamaterial gesichert, Zeitungen verboten und das Parteivermögen eingezogen. Es kommt zu Verhaftungen von KPD-Funktionären. Der Vorsitzende der KPD, Max Reimann, sowie weitere Spitzenfunktionäre setzen sich in die DDR ab, um einer Festnahme oder Sanktionen zu entgehen.

Die KPD war die zweite Partei, die in der Bundesrepublik Deutschland verboten wurde. Das KPD-Verbot ist nie aufgehoben worden. Die Gründung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) im Jahr 1968 wurde geduldet.